Firefox 55 unterstützt Virtual-Reality-Technologie WebVR

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Firefox 55 kann die Performance steigern, ist aber immer noch langsamer als Hauptkonkurrent Chrome. Die Hoffnung lastet nun auf der VR-Technologie WebVR.

Firefox 55 liefert Performance-Verbesserungen, die auf der neue Multi-Prozess-Architektur basieren. Komplexe Websites lassen sich dadurch schneller Laden. Wenn mehrere Tabs gleichzeitig geöffnet werden kann der Browser zudem schneller hochfahren. Der Support für den Standard WebVR, der die Wiedergabe von Virtual-Reality-Inhalten im Browser ermöglicht, ist ebenfalls neu in der Version 55 des offenen Browsers.

Die Multi-Prozess-Architektur von Firefox nutzt nun ab Werk vier Content-Prozesse. Nutzer haben die Möglichkeit, im Bereich “Allgemein” in den Browser-Einstellungen die Zahl der Prozesse zu verändern. Dadurch wird aber auch der Arbeitsspeicher stärker ausgenutzt. Mozilla empfiehlt mehr als vier Prozesse daher nur auf Systemen mit mehr als 8 GByte RAM. Firefox soll jedoch laut ersten Tests mit acht Content-Prozessen weniger RAM belegen als der Konkurrent Google Chrome.

In einem Blog verweist Mozilla zudem auf die vom Firefox-Entwickler Dietrich Ayala durchgeführten Tests mit einem Firefox-Profil mit 1691 geöffneten Tabs. Er fand bei einer Vorabversion von Firefox 55 heraus, dass sie die 1691 Tabs deutlich schneller öffnet als die Vorgängerversionen. Firefox 51 hatte dafür fast 8 Minuten benötigt. Die neue Version schaffte diese Aufgabe in rund 15 Sekunden.

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Tests der silicon.de-Schwesterpublikation ZDNet zeigen, dass die Verbesserungen noch nicht ausreichen, um die Performance-Lücke zu Chrome zu schließen. In den Benchmarks Speedometer und ARES 6 unterlag Firefox 55 gegen die zu dem Zeitpunkt aktuelle Chrome-Version deutlich.

Neupositionierung in der Nische

Dass Firefox 55 nur ein Meilenstein auf dem Weg hin zu einem performanteren Browser ist, betonte Mozilla zuletzt in einem Interview mit News.com. Darin kündigte das Unternehmen an, den Kampf um mehr Marktanteile vor allem mit Firefox 57 wieder aufnehmen zu wollen. Allerdings scheint Mozilla auch akzeptiert zu haben, dass es den “Browserkrieg” gegen Google verloren hat. Ziel sei es nun, einen Marktanteil von 15 bis 20 Prozent zu erreichen.

Firefox 55 (links) im Vergleich zu Chrome 60 (rechts) im Benchmark MotionMark. (Screenshot: ZDNet.de)
Firefox 55 (links) im Vergleich zu Chrome 60 (rechts) im Benchmark MotionMark. (Screenshot: ZDNet.de)
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Bei der Eroberung von neuen Marktanteilen könnte auch die Tatsache helfen, dass Firefox 55 derzeit der einzige Windows-Browser ist, der die Technologie WebVR unterstützt. “WebVR erlaubt es Entwicklern und Künstlern, webbasierte VR-Erlebnisse zu kreieren, die mit Firefox erlebbar sind”, so Mozilla im Blog. Die Inhalte ließen sich zudem mit Produkten verschiedener Hersteller wie Oculus Rift und HTC Vice konsumieren.

Die Entwickler schließen aber auch 29 Sicherheitslücken. Dabei werden fünf als kritisch eingestuft werden. Ein Angreifer kann den Browser unter Umständen zum Absturz bringen und Schadcode aus der Ferne einschleusen und ausführen. Andere Anfälligkeiten lassen möglicherweise einen unerlaubten Zugriff auf persönliche Daten zu oder schwächen Sicherheitsfunktionen des Browsers.

Firefox 55 liegt ab sofort für Windows, Mac OS X und Linux vor. Nutzer, die den Browser bereits installiert haben, erhalten die neue Version über die automatische Update-Funktion. Firefox muss möglicherweise neu gestartet werden, um die Installation des Updates abzuschließen.

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