Microsoft kündigt Windows 10 Pro for Workstation offiziell an

BetriebssystemWorkspace

Die neue Variante wird zusammen mit dem Fall Creators Update verfügbar. Sie erweitert den Hardware-Support auf bis zu 4 CPUs und bis zu 6 TByte RAM. Neu sind auch der Support für ReFS und SMB Direct.

Microsoft hat eine neue Variante seines Desktop-Betriebssystems Windows 10 angekündigt. Windows 10 Pro for Workstations bietet nach Angaben des Unternehmens “besonderen Support für servergleiche Hardware und ist für anspruchsvolle Bedürfnisse von geschäftskritischen und rechenintensiven Arbeitslasten entwickelt worden”. Erste Informationen dazu waren Anfang Juni durchgesickert. Sie wurden nun im Wesentlichen auch offiziell bestätigt.

“Wir wissen, dass Power-User besondere Ansprüche haben und wir nehmen die Rückmeldungen, die wir erhalten, sehr ernst”, schreibt Klaus Diaconu, Partner Group Manager for Windows and Devices bei Microsoft. Er bezeichnete die Workstation-Version zudem als “High-End-Ausgabe” von Windows 10 Pro.

Windows 10 Pro for Workstation (Bild: Microsoft)
Ankündigung von Windows 10 Pro for Workstation (Bild: Microsoft)

Zum Funktionsumfang von Windows 10 Pro for Workstations gehört das Dateisystem ReFS (Resilient File System). Es soll Vorteile bei der Verwaltung sehr großer Volumes sowie eine cloudähnliche Ausfallsicherheit auf fehlertoleranten Speichermedien bieten. Zudem unterstützt das Betriebssystem nicht volatilen Arbeitsspeicher (NVDIMM-N), der Inhalte auch bei Stromverlust speichert.

Mehr zum Thema

Windows 10 Creators Update

Das nächste große Update für Windows 10 steht in den Startlöchern. Die Kollegen der silicon.de-Schwestersite ZDNet.de haben die als "Creators Update" oder auch "Redstone 2" bezeichnete Aktualisierung anhand der der Insider Preview 15014 bereits getestet. Ihr Artikel erklärt die zahlreiche Neuerungen an der Oberfläche und bei den Sicherheitsfunktionen.

SMB Direct soll den Austausch von Dateien über Netzwerkkarten mit Remote Direct Memory Access (RDMA) beschleunigen. Netzwerkkarten mit RDMA-Funktionen arbeiten laut Microsoft mit voller Geschwindigkeit bei sehr geringen Latenzen und geringer CPU-Auslastung.

“Einer der wichtigsten Kritikpunkte unserer Windows-Insider waren die Grenzen bei der Nutzung der Leistung ihrer Rechner”, ergänzte Diaconu. “Deswegen weiten wir den Hardware-Support mit Windows 10 Pro for Workstations aus. Nutzer sind jetzt in der Lage, Windows 10 Pro for Workstations auf Geräten mit High-Performance-Konfigurationen auszuführen, wie Intel-Xeon- oder AMD-Opteron-Prozessoren mit bis zu 4 CPUs und bis zu 6 TByte Arbeitsspeicher”. Windows 10 Pro unterstütze lediglich 2 CPUs und bis zu 2 TByte RAM.

Ausgewähltes Whitepaper

Fünf wichtige Aspekte bei der Auswahl eines Wide Area Networks

Erfolgreiches Netz-Design kann die Produktivität deutlich verbessern und neue Chancen für die digitale Geschäftsentwicklung eröffnen. Ein unzureichend dimensioniertes WAN hemmt dagegen das produktive Arbeiten und führt zu Frustration bei Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden. In diesem Whitepaper erfahren Sie, worauf es zu achten gilt.

Windows 10 Pro for Workstations soll zusammen mit dem Fall Creators Update verfügbar sein, das im September erwartet wird. Es erweitert das vorhandene Windows-10-Sortiment, dass anfänglich aus drei Varianten für Embedded- und IoT-Geräte sowie die Versionen Home, Mobile, Pro, Enterprise, Education und Mobile Enterprise bestand. Hinzu kamen zuletzt Windows 10 S sowie die Abo-Versionen Windows 10 Enterprise E3 und E5.

Weitere Informationen zu Windows 10 in Unternehmen