- silicon.de - http://www.silicon.de -

Red Hat beendet Dateisystem Btrfs

Red Hat werde das Dateisystem Btrfs [1] nicht mehr weiter in Red Hat Enterprise Linux unterstützen. Das 2007 gestartete Projekt hat zum Ziel, Linux skalierbarer zu machen. Seit 2009 wird das Dateisystem auch im Linux-Kernel unterstützt.

Red Hat OpenStack wächst in der Version 11 enger mit der Verwaltungslösung CloudForms zusammen, was die Verwaltung der Lösung vereinfacht. (Bild: Red Hat) [2]
Red Hat OpenStack wächst in der Version 11 enger mit der Verwaltungslösung CloudForms zusammen, was die Verwaltung der Lösung vereinfacht. (Bild: Red Hat)

Jetzt aber erklärt Red Hat auf der “Deprecated Functionality List for Red Hat Enterprise Linux 7.4 [3]“: “Das Btrfs Dateisystem war seit dem ersten Release von Red Hat Enterprise Linux 6 in einem Technical Preview. Red Hat wird Btrfs nicht zu einem voll unterstützten Feature machen und es wird auch in den künftigen Major-Releases von Red Hat Enterprise Linux nicht mehr vorkommen.”

Ausgewähltes Webinar

Wie modernes Endgeräte-Backup das Problem der Datenmigration löst

Eine durchschnittliche technische Erneuerung beschäftigt die IT sowie den Benutzer ungefähr 2 ½ Stunden. Das geht aber auch anders. Wie, erfahren Sie in diesem Whitepaper.

Nachdem das Dateisystem zahlreiche Upstream-Updates in RHEL 7.4 bekommen hatte, werde es weiterhin in RHEL 7 verfügbar sein. “Dennoch wird dies das letzte geplante Update für dieses Feature sein.”

Google hatte vor einigen Wochen erklärt, dass Btrfs für den möglichen Einsatz in Android “evaluiert” werde. Allerdings kritisierte ein Google-Vertreter, dass wichtige Verschlüsselungsfeatures nicht enthalten sind und derzeit auch niemand an diesen Features arbeite [4]. Daher stufe Google Btrfs als “Nonstarter [5]” ein.

Tipp der Redaktion

EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Im Mai 2018 endet die Übergangsfrist für die neue EU-Datenschutzverordnung. Welche Neuerungen sie bringt, was passiert, wenn sich Firmen nicht daran halten und wie sich Unternehmen vorbereiten können, erfahren Sie im Special auf silicon.de.

Größter Konkurrent von Btrfs dürfte das von Sun Microsystems entwickelte ZFS (Zettabyte File System) on Linux sein. Inzwischen hat Oracle dieses Dateisystem aber der Community übergeben.

Vor wenigen Tagen hatte das Projekt ZFS on Linux bekannt [6] gegeben, dass nun drei neue Verschlüsselungs-Features enthalten sind. So lassen sich jetzt auch verschlüsselte Daten-Sets erstellen und verwalten. Allerdings kämpft auch ZFS on Linux mit einigen Problemen, etwa bei der Lizenzierung.

Parallel zu Btrfs werde Red Hat auch FedFS [7] (Federated File System), ein Fedora-Projekt, nicht weiter unterstützten. Die Community hat die Arbeit eingestellt. Der Anbieter rät Anwendern, die FedFS nutzen, auf autofs zu migrieren, da dieses mehr Flexibiltät und mehr Funktionalitäten biete.

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Open Source aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de. [8]