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Intel, Mobileye, BMW und Fiat Chrysler verbünden sich für selbstfahrende Autos

Intel und BMW hatten im vergangenen Jahr eine Allianz für selbstfahrende Autos gegründet [1]. Nun tritt als erster Hersteller der Konzern Fiat Chrysler dem Bündnis bei. Mit dabei ist auch das israelische Unternehmen Mobileye, das sich auf Bilderkennung spezialisiert hat und gerade eben erst von Intel für rund 15 Milliarden Dollar übernommen wurde [2].

Die Zulieferer Continental und Delphi [3] sollen als Systemintegratoren einzelne Komponenten wie Kamerasysteme, Sensoren, Rechner und Steuerungseinheiten auf einander abstimmen und die Kommunikation mit dem Fahrer sicherstellen.

Mobileyes Technologie erkennt Straßenschilder, Signale auf der Fahrbahn und auch Hinternisse auf der Fahrbahn. (Screenshot: silicon.de) [4]
Mobileyes Technologie erkennt Straßenschilder, Signale auf der Fahrbahn und auch Hinternisse auf der Fahrbahn. Die Intel-Tochter ist Marktführer in diesem Segment. Nun will auch der Konzern Fiat Chrysler von der gemeinsamen Entwicklung mit Intel, Mobileye und BMW profitieren und tritt als erster Hersteller diesem Bündnis bei. (Screenshot: silicon.de)

Die Vision ist, dass Autos künftig ohne menschliches Zutun zu ihrem Ziel gelangen. Google [5] und Apple hatten hier mit schnellen Vorstößen für Aufsehen gesorgt und haben nun die traditionellen Hersteller aufgeschreckt. Auch wenn es dabei immer wieder zu Rückschlägen [6] kommt. 

BMW hat bereits mit der Übernahme des Kartenspezialisten Here zusammen [7] mit anderen deutschen Premiummarken einen ersten Schritt getan. Übrigens hält auch Intel 15 Prozent an dem Kartenspezialisten [8]. Die Kooperation mit dem Chiphersteller Intel und der Intel-Tochter Mobileye führt dieses Engagement weiter. Aber offenbar sieht mach sich in der Branche außer Stande, das Thema als einzelnes Unternehmen anzugehen. Mit Kooperationen wollen die Unternehmen die milliardenschweren Investitionen auf mehrere Unternehmen verteilen.

Webinar

Digitalisierung fängt mit Software Defined Networking an

In diesem Webinar am 18. Oktober werden Ihnen die unterschiedlichen Wege, ein Software Defined Network aufzubauen, aus strategischer Sicht erklärt sowie die Vorteile der einzelnen Wege aufgezeigt. Außerdem erfahren Sie, welche Aspekte es bei der Auswahl von Technologien und Partnern zu beachten gilt und wie sich auf Grundlage eines SDN eine Vielzahl von Initiativen zur Digitalisierung schnell umsetzen lässt.

Partnerschaften unter Autoherstellern, Technologieanbietern und Zulieferern sind laut Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne [9] unverzichtbar. FCA werde nun von den Synergien dieser Partnerschaft profitieren. Der Konzern wolle technische Kompetenz in die Partnerschaft einbringen und auch die Ingenieure der einzelnen Unternehmen sollen gemeinsam an den Systemen entwickeln. Das wird unter anderem in einem Campus bei München der Fall sein. BMW plant derzeit einen neuen Standort in Unterschleißheim [10], an dem mehr als 2000 Mitarbeiter Technologien für autonomes Fahren entwickeln.

Die gemeinsam entwickelten Technologien sollen dann auch an andere Hersteller vertrieben werden. Bis Ende des Jahres will BMW eine Testflotte von 40 autonomen Fahrzeugen auf die Straße bringen. Mit dem iNext arbeitet BMW derzeit an einem autonomen Elektro-Auto, der ab 2021 auf der Straße fahren soll.

Exklusive Markteinschätzungen

Mehr vom Team der deutschen Gartner-Analysten

Das Team der deutschen Gartner-Analysten bloggt für Sie auf silicon über alles, was die IT-Welt bewegt. Mit dabei sind Christian Hestermann, Frank Ridder, Bettina Tratz-Ryan, Christian Titze, Annette Zimmermann, Jörg Fritsch und Hanns Köhler-Krüner.

Und die Zeit drängt. Bosch will zusammen mit Daimler ab 2020 [11] marktreife autonome Fahrzeuge auf den Markt bringen.