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EX-CIA-Mitarbeiterin will Trump aus Twitter aussperren

Valérie Plame Wilson, eine ehemalige CIA-Mitarbeiterin, will eine Mehrheit der Twitter-Aktien erwerben. Vordingliches Ziel des geplanten Einstiegs bei dem Mikro-Blogging-Dienst ist aber nicht, ihn auf Vordermann zu bringen oder endlich ein funktionierendes und profitables Geschäftsmodell durchzusetzen, sondern lediglich einen Mann von dessen Nutzung auszuschließen: Donald Trump.

Der US-Präsident hat nach Ansicht von Valérie Wilson auf Twitter “viele schreckliche Dinge getan”. Seine Tweets – von denen man nahezu den Eindruck hat, sie seien die einzige Quelle für die politische Berichterstattung in den USA – schadeten dem Land [1] und brächten Menschen in Gefahr. Ausschlaggebend für Wilson war aber offenbar Trumps Tweet, in dem er einen Atomschlag gegen Nordkorea andeutete.

[caption id="attachment_41657251" align="aligncenter" width="648"]Brachte für die ehemalige CIA-Mitarbeiterin Valérie Wilson das Fass zum überlaufen: Trumps Droh-Twet gegen Nordkorea (Screenshot: silicon.de bei GoFundMe) [2] Brachte für die ehemalige CIA-Mitarbeiterin Valérie Wilson das Fass zum überlaufen: Trumps Droh-Twet gegen Nordkorea (Screenshot: silicon.de bei GoFundMe)[/caption]

Noch könne man Trump seine Nuklearwaffen nicht wegnehmen, aber man könne ihn seines größten Megaphones berauben und ihn aufhalten, das Jüngste Gericht herbeizu-twittern, erklärt Wilson auf GoFundMe [3] und ordnet ihre Kampagne selbstbewusst in der Kategorie “Wohltätigkeit” ein.

Allerdings fehlt ihr noch das nötige Kleingeld. Um eine ausreichende Mehrheit an Twitter übernehmen zu können, soll die runde Summe von einer Milliarden Dollar aufgebracht werden. Bislang ist zwar die Resonanz groß, die Spendenbereitschaft aber nicht ganz so groß: Aktuell haben 158 Spendern 6812 Dollar zugesagt.

[caption id="attachment_41657249" align="aligncenter" width="684"]GoFundMe Buy Twitter (Screenshot: silicon.de) [4] 158 Spender haben sich bereits mit über 6800 Dollar an der Anti-Trump-Kampagne auf GoFundMe beteiligt (Screenshot: silicon.de)[/caption]

Falls nicht die erforderliche Summe zusammenkommt, um eine Kontrollmehrheit an Twitter zu erwerben, will Wilson wenigsten prüfen, ob sich ein “bedeutender Anteil” der Aktien erwerben lässt und sich auf der Grundlage dann die Absicht, Doanld Trump bei Twitter rauszuwerfen, auf der Aktionärsversammlung vorbringen lässt. Das dürfte schwierig werden: Eine Untersuchung hat jüngst gezeigt, dass Twitter ohne den “Größten Twitterer aller Zeiten” (GröTwitZ) ein Fünftel seines Marktwertes – ungefähr 2 Milliarden Dollar – einbüßen würde.

Falls sich das Vorhaben nicht in die Tat umsetzen lässt oder falls Geld übrig bleibt, soll der eingesammelte Betrag vollständig an die Organisation GlobalZero [5] gespendet werden. Die setzt sich zwar nicht direkt für die Absetzung von US-Präsident Trump ein, aber wenigstens für die komplette Abschaffung von Nuklearwaffen.

Tipp: Wie gut kennen Sie Soziale Netzwerke? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de. [6]