Apple will eigene Rechenzentren

CloudRechenzentrum

Um die Abhängigkeit von anderen Cloud-Services wie AWS oder Azure zu verringern, will Apple künftig vermehrt in die eigene Infrastruktur investieren.

Apple will künftig Dienste wie Siri, iMessage, Music oder andere in eigenen Rechenzentren hosten. Dafür muss der US-Anbieter jedoch stark in die Infrastruktur investieren, denn bislang ist Apple von Providern wie Amazon und Microsoft abhängig. Apple will nun Milliarden investieren.

Ab April können schon einzelne Bereiche genutzt werden, die Bauarbeiten am neuen Apple Park werden jedoch noch bis zum Sommer dauern. Die Außenfassade ist laut Apple die weltweit größte gebogene Glaspanele. (Bild: Apple)
Apple baut auch am neuen Firmenhauptsitz, dem Apple Park. Nun will der Anbieter auch in eigene Rechenzentren investieren. (Bild: Apple)

Apple baut aktuell ein Rechenzentrum im US-amerikanischen Bundesstaat Iowa, das 1,3 Milliarden US-Dollar kosten soll und vor allem US-Kunden bedienen soll. iCloud, Siri, der Messanging-Dienst iMessage sowie das Streaming-Angebot Apple Music und andere Cloud-Diensten sollen künftig über Apple eigenes Rechenzentrum angeboten werden. Die Energie für das Rechenzentrum soll aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Der Bau der Anlage soll 2020 beendet werden.

China fordert eigenes Rechenzentrum

Apple unterhält bereits jetzt mehrere Rechenzentren in den USA sowie in Dänemark und Irland. Dennoch scheint der iPhone-Hersteller nach wie vor Kapazitäten hinzubuchen zu müssen.

Ausgewähltes Webinar

Wie modernes Endgeräte-Backup das Problem der Datenmigration löst

Eine durchschnittliche technische Erneuerung beschäftigt die IT sowie den Benutzer ungefähr 2 ½ Stunden. Das geht aber auch anders. Wie, erfahren Sie in diesem Whitepaper.

In China plant Apple ein Rechenzentrum, um Cyber-Sicherheitsgesetz einhalten zu können, das 2016 erlassen wurde. Es soll dafür sorgen, dass Daten chinesischer Nutzer auf Servern in China gelagert werden, berichtet das Wall Street Journal.

Gegenüber Bloomberg versicherte Apple Mitte 2017,”kein Backdoor in die Systeme einzubauen”. Auch die Kontrolle über die Verschlüsselung und die Schlüssel wolle Apple behalten.

Apples neues Rechenzentrum in Aabenraa

Das im dänischen Aabenraa, unweit der deutschen Grenze, geplante Rechenzentrum, ist bereits das zweite, das Apple in dem Land errichtet. Das erste wurde – zusammen mit einem in Irland – im Februar 2015 angekündigt. Es wird derzeit in Viborg gebaut und soll im Laufe des Jahres den Betrieb aufnehmen. Aktuell sucht Apple noch mehrere Experten für dessen Betrieb. Insgesamt gehen lokale Beobachter davon aus, dass dort insgesamt rund 300 Stellen geschaffen werden.

Webinar

Digitalisierung fängt mit Software Defined Networking an

In diesem Webinar am 18. Oktober werden Ihnen die unterschiedlichen Wege, ein Software Defined Network aufzubauen, aus strategischer Sicht erklärt sowie die Vorteile der einzelnen Wege aufgezeigt. Außerdem erfahren Sie, welche Aspekte es bei der Auswahl von Technologien und Partnern zu beachten gilt und wie sich auf Grundlage eines SDN eine Vielzahl von Initiativen zur Digitalisierung schnell umsetzen lässt.

Beide Rechenzentren in Dänemark sollen dazu dienen, die Verfügbarkeit und Leistung von iTunes, App Store und dem digitalen Assistenten Siri für Apple-Nutzer in Europa zu gewährleisten. Auch diese beiden Standorte wolle Apple ausschließlich mit erneuerbaren Energien betreiben.

Wie die Kommune Aabenraa mitgeteilt hat, wird das neue Rechenzentrumsprojekt flächenmäßig größer sein, als “alle derzeitigen Rechenzentrumsprojekte in Dänemark zusammengenommen”. Die vorgesehene Fläche entspreche der von 400 Fußballfeldern – ein dehnbarerer Vergleich, kann ein Fußballfeld doch regelkonform zwischen mindestens gut 4000 und maximal 10.800 Quadratmetern groß sein. Die abgesteckte Fläche deckt demnach zwischen 1,6 und 4,3 Millionen Quadratmeter beziehungsweise maximal gut 400 Hektar ab.

 

[mit Material von Andreas Donath, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen