Neue Wearables – Samsung präsentiert in Berlin

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Gear Sport, das Fitnessband Gear Fit2 Pro und die kabellosen Ohrhörer Gear IconX stellt Samsung auf der Berliner IFA vor.

Samsung stellt neue Wearables vor. Gear Sport ist der Nachfolger der Smartwatch S3. Mit runden 1,2-Zoll-Display mit AMOLED mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln, kommt der Nachfolger stark nach dem Vorbild der S3. Das Display wird durch Gorilla Glas 5 vor Kratzern geschützt. Samsung unterstützt mit der Tizen-basierten Uhr sowohl Android- als auch iOS mit der Sportuhr und bietet dafür eigene Apps im Samsung Store an.

Samsung Gear Sport
Samsung Gear Sport. (Bild: Samsung)

Mit 4 GByte Speicher bietet die Uhr viel Platz für Musik. Dazu kommen 768 MByte RAM. Der Akku erreicht eine Kapazität von 300 mAh. Wie lange die Uhr damit durchhält, teilte Samsung nicht mit. Mit WLAN 802.11b/g/n und Bluetooth 4.2 kommuniziert die Uhr mit ihrer Umwelt. Dazu kommen NFC und ein GPS-Empfänger für die Ortbestimmung. Auf der Rückseite hat Samsung einen Pulsmesser eingebaut.

Neben den üblichen Sportprogrammen verfügt die Gear Sport noch über einen Ernährungstracker. Damit können die aufgenommene Kalorien manuell erfasst und automatisch gegen den Kalorienverbrauch anhand der gemessenen Aktivität verrechnet werden. Die Gear Sport soll Ende Oktober 2017 für rund 350 Euro in zwei Farbstellungen in den Handel kommen.

Das Fitnessband Gear Fit2 Pro für rund 230 Euro ist ebenfalls mit Pulsmesser und GPS-Modul ausgerüstet und erlaubt Spotify-Listen zuhause herunterzuladen und unterwegs zu hören. Das Fitnessband ist mit einem 1,5 Zoll großem Display mit einer Auflösung von 432 mal 216 Pixeln ausgerüstet, verfügt über einen Dual-Core-Prozessor mit einer Taktrate von einem GHz und einen internen Speicher von 4 Gbyte. Der Fitnesstracker ist mit WLAN (802.11b/g/n) und Bluetooth 4.2 versehen, NFC gibt es nicht.

Samsung Gear Fit2 Pro.  (Bild: Samsung)
Samsung Gear Fit2 Pro.
(Bild: Samsung)

Die Bluetooth-Ohrhörer Gear IconX für ebenfalls 230 Euro sollen im Gegensatz zu den Vorgängermodellen eine deutlich höhere Akkulaufzeit von bis zu sieben Stunden im Standalone-Modus bieten. Beim Streaming und Telefonieren sollen sie fünf Stunden durchhalten. Sie lassen sich als Headset beim Telefonieren verwenden und werden wie beispielsweise die Apple AirPods über eine Akku-Ladeschale unterwegs wieder aufgeladen. Die Ohrhörer sind nicht nur über Bluetooth sondern auch autark nutzbar und bieten 4 GByte internen Speicher.

Samsung Gear IconX.  (Bild: Samsung)
Samsung Gear IconX. (Bild: Samsung)

Wearables-Markt wächst

Hersteller haben laut IDC im ersten Quartal 2017 24,7 Millionen Wearable-Geräte wie Fitness-Tracker und Smartwatches ausgeliefert. Der Markt erzielte demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 17,9 Prozent. Mit jeweils rund 3,6 Millionen Geräten waren Xiaomi und Apple die erfolgreichsten Anbieter.

Insgesamt befinde sich der Wearables-Markt noch in einer sehr frühen Phase, in der es darum gehe, Kunden an Smartwatches und ähnliche Produkte zu gewöhnen, führte Jitesh Ubrani, Senior Research Analyst bei IDC, aus. In der nächsten Phase müssten sich Hersteller darauf konzentrieren, Geräte zu entwickeln, die das Leben von Nutzern tatsächlich einfacher und produktiver machten. Derzeit seien Wearables in erster Linie “ein weiterer Bildschirm, auf den wir ein Auge haben”. Auch im Unternehmensumfeld fristen Wearables nach wie vor noch ein Nischendasein. Für viele Anwender liegen schlicht noch keine sinnvollen Anwendungen vor.

Das sieht auch die Gartner-Analystin Annette Zimmermann so: “Der Wearables-Markt wächst nicht so stark wie ursprünglich vermutet. Marktanalysen von Gartner zeigen, dass in den vergangenen 12 Monaten zwar deutlich mehr Smartwatches und Fitness-Armbänder als zuvor verkauft wurden, dass viele Geräte aber nicht mehr genutzt werden. Das liegt vor allem daran, dass die Hersteller noch keine “Killer-App” für die Geräte gefunden haben – vielleicht gibt es aber auch keine. Nach einer Weile verlieren die Geräte so ihre Attraktivität.” Neue Impulse erhofft sich die Analystin unter anderem durch Konzepte wie dem “Smart Coaching”, oder Anwendungen, bei denen Nachrichten über den Kopfhörer mitgeteilt werden.

[mit Material von Andreas Donath, ZDNet.de]

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