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Software AG, Zeiss und Dürr gründen IoT- und Industrie-4.0-Startup Adamos

Software AG, Dürr, Zeiss, DMG MORI und ASM PT gründen das Joint Venture ADAMOS mit dem Ziel, die Digitalisierung im Anlagen- und Maschinenbau voranzutreiben. In dieser strategischen Allianz sollen ganz besonders die Themen Industrie 4.0 und Industrial Internet of Thing (IIoT) behandelt werden.

ADAMOS steht für Adaptive Manufacturing Open Solutions und soll als globaler Branchenstandard etabliert werden. Die Initiatoren wollen zudem weitere Maschinenbauer als Partner gewinnen.
ADAMOS ist als offene und herstellerneutrale IIoT-Plattform eine Plattform für die Vernetzung von Maschinenbauern. Damit sollen mit gerigem Aufwand digital vernetztes Produktionen und Lösungen eingeführt werden können. Davon sollen Maschinenbauunternehmen sowie deren Lieferanten und Kunden profitieren.

[caption id="attachment_41657831" align="aligncenter" width="684"]Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG MORI, Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG, Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG und Thomas Spitzenpfeil, CFO und CIO der Carl Zeiss AG bei der Gründung von ADAMOS. (Bild: ADAMOS) [1] Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG MORI, Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG, Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG und Thomas Spitzenpfeil, CFO und CIO der Carl Zeiss AG bei der Gründung von ADAMOS. (Bild: ADAMOS) [/caption]

ADAMOS fungiere dabei als Plattformdienstleister und stelle Zugang zu verschiedenen Softwarelösungen maschinenbauspezifischen sowie domain- und branchenspezifischen Anwendungen her. Dabei sichere die Plattform die volle Datenautonomie. ADAMOS ist weltweit ab dem 1. Oktober 2017 verfügbar.

Das Unternehmen ADAMOS, an dem alle Gründer zu gleichen Teilen beteiligt sind, werde kontinuierlich neue IIoT-Anwendungen entwickeln. Durch den offenen Ansatz sollen Anwender keine Abhängigkeiten von externen Software-Anbietern erfahren. Maschinenbauer beziehen Maschinen und IIoT-/Software-Lösungen dennoch aus einer Hand und können ihre Daten souverän und sicher nutzen.
Die Plattform wird als “White-Label”-Lösung angeboten, so dass jeder teilnehmende Maschinenbauer einen individuellen IIoT-Auftritt gestalten kann. Partner nutzen die zentrale ADAMOS-Plattform, das Frontend zum Kunden können sie individuell gestalten.

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Über die ADAMOS App Factory soll das gesammelte technologische Know-how und Branchenwissen der Partner zur schnellen und gemeinsamen Entwicklung von Apps und Anwendungen führen. Applikationen für die Bereiche Planning, Predictive Maintenance, Machine Cockpit/Dashboarding und Maintaining Assistance werden ab Anfang 2018 in der Cloud bereitgestellt. Die ADAMOS GmbH und die ADAMOS App Factory starten zum 1. Oktober 2017 mit rund 200 Mitarbeitern in Darmstadt.

“Bei der Digitalisierung muss der Maschinen- und Anlagenbau selbst Standards setzen und die Entwicklung vorantreiben”, kommentiert Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG MORI AG. Das lasse sich aber nur mit Partnern realisieren, Daher biete ADAMOS ein offenes Netzwerk von Maschinenbauern für Maschinenbauer, Zulieferer und Kunden.

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“Als Maschinenbauer kennen wir die Anforderungen unserer Kunden und wissen, worauf es ankommt”, ergänzt Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG. “In der ADAMOS App Factory bündeln wir Branchenwissen für intuitiv bedienbare Applikationen und die Gestaltung von digitalen Marktplätzen.“

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das Projekt Industrial Data Space [2] unter der Leitung des Fraunhoferinstitutes. Hier soll vor allem ein Framework für den sicheren und vertrauenswürdigen Austausch von Daten bereitgestellt werden.