Openbudgets.eu sorgt für mehr finanzielle Transparenz

Die Plattform OpenBudgets.eu bietet ab sofort eine Möglichkeit, Finanzdaten von Kommunen und Behörden zu veröffentlichen, darin zu suchen und mit verschiedenen Tools diese zu visualisieren. Das Angebot richtet sich an Journalisten, Beamte und Wissenschaftler, ist aber auch von Privatpersonen einsehbar, die damit die Relevanz von Finanzdaten analysieren, bearbeiten und untersuchen können. Zum Start sind bereits einige Datensätze vorhanden. Jedoch ist die Sammlung noch nicht sehr umfangreich. 

Die Plattform bietet eine Toolbox für alle, die Finanzdaten hochladen, visualisieren und analysieren wollen. Die Plattform bietet Visualisierungen und auch Werkzeuge für komplexe Analysen. Auch leicht verständliche Erklärungen zu öffentlichen Haushalts- und Korruptionspraktiken sowie partizipative Budgetierungstools sollen die Arbeit mit den Informationen vereinfachen.

Die ersten erfolgreichen Implementierungen und Projekte wurden in Thessaloniki, Paris und Bonn entwickelt, wo zivilgesellschaftliche Organisationen und Beamte gemeinsam Budgetvisualisierungen für die breite Öffentlichkeit erstellt haben. Die drei lokalen Instanzen von OpenBudgets.eu haben durch die Zusammenarbeit von IT und Verwaltung zu einer gemeinsamen Visualisierung der Budgets geführt und damit ein Beispiel für zukünftige Implementierungen in ganz Europa gesetzt.

Auf EU-Ebene hat sich das Projekt für Transparenz der Ausgaben von EU-Abgeordneten und für die bessere Qualität europäischer Subventionsdaten eingesetzt. Das OpenBudgets.eu Projekt SubsidyStories hat aufgezeigt, wie fast 300 Milliarden Euro an EU-Subventionen ausgegeben werden.

Die Transparenzkampagne für die Abgeordneten des Europäischen Parlaments hat dazu geführt, dass sich der Präsident des Europäischen Parlaments verpflichtet hat, bis zum Ende des Jahres konkrete Vorschläge für eine Reform der Vergütungsregelung der Abgeordneten vorzulegen.
Mit Cooking Budgets wurden Tools für Journalisten entwickelt, die fehlendes Kontextwissen und Kenntnissen zu den Grundlagen der Finanzwissenschaft ergänzen sollen. Cooking Budgets präsentiert die Grundlagen der Buchhaltung auf einer satirischen Website.

Die im Rahmen des EU-Forschungsprogramms geförderte Plattform richtet sich damit letztlich an die breite Öffentlichkeit die mehr Einblicke in lokale, regionale, nationale und EU-Haushalte haben möchte. Betrieben wird die Plattform von einem internationalen Konsortium aus neun Partnern unter der Koordination von Fraunhofer IAIS umgesetzt.

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