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Vodafone kündigt Glasfaseroffensive an

Vodafone hat einen umfangreichen Breitbandausbau und erhebliche Investitionen in Glasfasernetze angekündigt. Der Konzern will [1] in den nächsten vier Jahren in Deutschland 13,7 Millionen Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde anbieten. Dafür sollen rund zwei Milliarden Euro investiert werden.

Vodafone (Bild: Vodafone) [2]

Davon profitieren werden vor allem Nutzer, die über das Kabelnetz (ehemals Kabel Deutschland) Zugang zum Vodafone-Netz haben. Aufrüsten will Vodafone vor allem die Verteilerpunkte auf den Straßen und deren Anbindung. Damit soll sich die Anbindung für 12,6 Millionen Haushalte verbessern. Bereits seit längerem stellt Vodafone sein Kabelnetz auf den Standard DOCSIS 3.1 [3] um, mit dem auf dem TV-Kabel bis zu 10 GBit/s erreicht werden.

Angebot für Nutzer in ländlichen Gebieten

In ländlichen Regionen unterbreitet Vodafone unter dem Namen “GigaGemeinde” ein ungewöhnliches Angebot, mit dem Gemeinden Förderprämien des Bundes für den Glasfaserausbau kombinieren können. Vodafone will dabei die lokale Infrastruktur langfristig mieten, die Glasfasern an das eigene Netz anschließen und danach das Gemeindenetz betreiben. Die Kosten für die Strecke zum Vodafone-Backbone verspricht das Unternehmen zu übernehmen.

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Der Provider will so rund eine Million Haushalte erreichen. Zu welchen Kosten und wie lange sich die Nutzer an Vodafone binden müssen, ist noch nicht bekannt.

Mit “GigaGewerbe”, der dritten Säule der aktuellen Vodafone-Breitbandinitiative, sollen vor allem Gewerbegebiete in ländlichen Regionen besser ans Internet angebunden werden. Vodafone will auf Anfrage hier den Ausbau vornehmen. Auch dafür nannte das Unternehmen noch keine Preise. Der Konzern plant aktuell bis zu 100.000 Firmen aus rund 2000 Gewerbegebieten derart mit Glasfaseranschlüssen zu bedienen.

[mit Material von Nico Ernst, ZDNet.de [4]]