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IBM stellt proprietäre Java-Implementierung mit OpenJ9 unter Open Source

IBM stellt die eigene Java Virtual Machine J9 [1] unter eine Open Source Lizenz. Mit OpenJ9 [2] liefert IBM damit eine Alternative zu der Entwicklerumgebung OpenJDK [3]. Die Vorteile für Anwender, so heißt es von IBM, liegen vor allem darin, dass Anwender damit eine performante und skalierbare Enterprise-fähige Umgebung bekommen. Denn diese Technologien bilden die Grundlage verschiedener IBM-Lösungen.

Bislang konnten Anwender OpenJDK und JVM einsetzen und damit die Lösung Hotspot bekommen.

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Eclipse OpenJ9 umfasse laut IBM auch eine Java Virtual Machine, wie das auch bei Hotspot der Fall sei. Dennoch hätten beide unterschiedliche Funktionen, könnten aber beide mit OpenJDK entwickelt werden.

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Vorrangiges Ziel von Eclipse OpenJ9 sei es, ein offenes Ökosystem von JVM-Entwicklern zu fördern, die dann mit Entwicklern und Designern von verschiedenen Hardware-Plattformen, Betriebssystemen, Werkzeugen und Frameworks zusammen arbeiten können, wie das Projekt auf GitHub [5] mitteilt. 

Gleichzeitig soll das Projekt für mehr Konkurrenz unter den verschiedenen JVM-Implementierungen sorgen und für den Anwender für mehr Auswahlmöglichkeiten bieten.

In den FAQs zu OpenJ9 [6] von IBM heißt es dazu, dass man generell die quelloffene Entwicklung unterstützen wolle. OpenJ9 basiere selbst auf Komponenten von Eclipse OMR [7], das IBM bereits im Vorjahr an die Eclipse-Foundation übergeben habe.

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IBM aber wolle sowohl Eclipse OMR wie auch OpenJ9 weiter fördern, um damit sicherstellen zu können, dass die Lösungen auch mit der Entwicklung der Hardware-Plattformen Schritt halten können.

Auch bei Oracle gibt es derzeit Bestrebungen [8] Java EE an eine unabhängige Organisation zu übergeben. Darüber hinaus denkt man über ein neues Sicherheitsgremium [9] nach und darüber, wie sich der Community-Prozess beschleunigen [10] lässt.

Tipp: Wie gut kennen Sie IBM? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de. [11]