Oracle unterstützt Solaris bis 2034 und aktualisiert SPARC

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SPARC M7 bekommt ein Update auf M8 und Oracle stellt auch Server auf Basis der neuen CPU vor.

Oracle kündigt eine neue Generation des SPARC-Prozessors an und sichert auch Support für das Unix-Derivat Solaris bis zum Jahr 2034 zu. Der M8 Code-Name “SPARC Next” folgt auf “Sonoma” M7 und zusammen mit der neuen Generation stellt Oracle auch neue Server vor. Für viele Anwender aber dürfte das Bekenntnis zu Solaris deutlich mehr Gewicht haben.

Vor einigen Wochen gab es zahlreiche Meldungen und Berichte von Betroffenen aus den Entwicklerteams von Solaris und SPARC. Demnach soll sich Oracle mehr oder weniger von dem gesamten Team für die mit Sun Microsystems übernommenen Bereich, insgesamt von rund 2500 Mitarbeitern, getrennt haben.

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Von Oracle heißt es zu diesen Berichten: Kein Kommentar. Nach dem letzten Update des M7 im Jahr 2015 könnte der M8 nun vielleicht die letzte Generation des SPARC-Prozessors sein. Die Neuerungen aber sollen dazu führen, dass Oracle-Datenbanken um den Faktor 1,4 und Java-Prozesse um den Faktor 1,3 schneller auf dem neuen Prozessor laufen. Dank einer neuen Hardware-Beschleunigung soll sich die Leistung von Verschlüsselungs-Algorithmen wie AES, RSA oder SHA-512 verdoppeln.

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Die neue Version wurde bereits im Juli angekündigt und stellt eine inkrementelle Aktualisierung gegenüber der Vorgängerversion dar. Daneben liefert er neue Features für Malware-Schutz, Verschlüsselung und eine Beschleunigung für SQL-Abfragen. Wie der Vorgänger hat der M8 16 KB L1-Data Cache und 256 KB L2 Cache für das Instruction-Set für jeweils vier Kerne und 64 MB L3-Cache.

Oracle hebt auch die Taktrate von den 4,1 auf 5 GHz an und verdoppelt den L1-Instruction-Cache von 16 auf 32 KB. Zudem verfügt der M8 über 128 KB L2 Cache pro Core. Beim Vorgänger teilten sich ein Core-Paar 256 KB. Damit sollen für Rechenoperationen mehr Speicher zur Verfügung stehen. Denn die neue Version kann vier Instruktionen parallel abarbeiten. Der Vorgänger schaffte hier nur zwei.

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Oracle aber halbiert wie bei der Vorgängerversion auch, die Zahl der Prozessoren pro System. Der M7 ließ sich noch in einem System mit 16 Prozessoren verbauen. Beim M8 werden jetzt nur noch 8 Steckplätze unterstützt. Der M6 hatte noch 32 Steckplätze unterstützt. Damit sinkt auch die Zahl des unterstützten RAMs von 16 TByte auf 8 TByte. Beide Versionen verfügen über 32 Kerne und werden im 20 Nanometer-Verfahren hergestellt und können beide bis zu 16 DDR4 RAM DIMMs adressieren.

Oracle stellt zudem die neuen Server SPARC T8-1 mit einem Steckplatz, T8-2 mit zwei und den T8-4 mit vier Steckplätzen vor. Die Modelle M8-8 und der Supercluster M8 kommen beide mit jeweils 8 Kernen. Der Supercluster ist ein Paket aus dem M8-8, dem Exadata Storage Server, einem Storage Controller und InifiniBand-Switchen. Bis auf den neuen Prozessor ändert sich im Vergleich zu den Vorgängermodellen jedoch nur wenig.

Oracle kündigt auch eine neue Cloud-Verfügbarkeitsregion in Frankfurt an. Das Unternehmen verspricht damit, dass Anwender auch unternehmenskritische Anwendungen in die Cloud migrieren können. Die neue Region wird voraussichtlich ab Oktober verfügbar sein.

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