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Universelle Cloud-Lizenz: Oracle will AWS um 50 Prozent unterbieten

Universal Credits nennt sich das neue Konzept, mit dem Oracle den Bezug von Cloud-Services für Unternehmen vereinfachen will. “Damit haben Anwender einen einzigen Vertrag, der unlimitierten Zugang zu allen und künftigen PaaS- und IaaS-Services auf Oracle Cloud und Oracle Cloud at Customer”, teilt das Unternehmen [1] mit.

Die Basis ist in beiden Fällen die gleiche. Bei der Cloud at Customer hingegen bleiben die Kundendaten stets auf der von Oracle im Rechenzentrum des Anwenders bereitgestellten Systemen. (Bild: Oracle [2]
Auch die Cloud at Customer  kann mit den neuen Universal Credits verwendet werden. (Bild: Oracle)

Kunden können dann Services tauschen, ohne Oracle darüber informieren zu müssen, heißt es weiter und profitieren auch automatisch von neuen Features, wenn diese in einem Cloud-Service verfügbar sind. Die Universal Credits werden ab dem 25 September verfügbar sein.

Mehr Flexibilität will Oracle auch den Inhabern von On-Premise-Lizenzen geben. Schon heute können Anwender diese auch in einer IaaS nutzen. Künftig aber können Nutzer ihre Lizenzen auch in einem PaaS-Angebot wie Oracle Database, Middleware, Analytics oder anderen wiederverwenden.

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“Kunden mit bestehenden On-Premise-Lizenzen können dieses Investment verwenden, um die Oracle Database Cloud zu einem Bruchteil des alten PaaS-Preises zu verwenden”, heißt es vom Anbieter.

Larry Ellison erklärte bei einer Pressekonferenz auch, dass Oracle bereits die Preise des Konkurrenten Amazon Web Services schon heute deutlich unterbiete. Das liege vor allem daran, dass Oracles Angebot deutlich leistungsfähiger sei, als das von Amazon. Nun wolle er hier die Schraube noch weiter anziehen. Mit weiteren Automatisierungsfunktionen und mehr Leistung sollen die Gesamtkosten des Oracle-Angebotes 50 Prozent unter denen liegen, die Anwender bei Amazon anfallen. 

Die Rechnung Ellisons sieht folgendermaßen aus: Der größte Kostenfaktor von Plattform-as-a-Service sei nach wie vor Lohnkosten. “Mit Automatisierung reduzieren wir den Arbeitsaufwand und reduzieren gleichzeitig die Fälle menschlicher Fehler”, so Ellison weiter. Diese Automatisierungen sollen vor allem rund um die Oracle-Datenbank und um Middleware den menschlichen Faktor reduzieren.

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Die “Autonomous Database” werde laut Ellison dann im Dezember auf den Markt kommen. Darin werde unter anderem ein automatisches, unterbrechungsfreies Patching enthalten sein und auch automatisiertes Disaster Recovery umfassen. Auch ist für Oracles Anwender Hochverfügbarkeit ein großes Thema. Die neue Datenbank-Version werde eine Verfügbarkeit von 99,9995 Prozent haben, was einer Ausfallzeit von 30 Minuten entspricht. Dabei werde es sich jedoch um eine geplante Auszeit handeln.

Die genannten Kostenvorteile von 50 Prozent sollen auch in ein SLA einfließen. Allerdings gibt es hierzu von Oracle noch keine konkreten Angaben.

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Der Branchenbeobachter und Blogger Holger Müller kommentiert [3] die Ankündigung: “In einem komplexen und beschleunigten Umfeld brauchen Unternehmen jede Form von Vereinfachung. Während der Preis ein Problem ist, so sind Produktanpassung und Evaluation ein weitaus größeres.” Müller sieht daher vor allem in dem neuen Credit-System die größtmögliche Vereinfachung für Unternehmen. Diese Form der Portabilität der Produkte sei vor allem für Anwender wichtig, die am Beginn ihrer Cloud-Strategie stehen, was aber aktuell auf viele Oracle-Anwender zutreffe.

Oracle wird in den nächsten Wochen auch die Oracle Cloud Infrastructure in einer neuen Availability Domain in Frankfurt [4] ermöglichen und dann sollen auch deutsche Anwender hochverfügbare und kritische Anwendungen in die Cloud von Orace migrieren können, wie Mark Borgmann,  für den Vertrieb der Oracle Cloud Platform in Nordeuropa zuständig, in einem Gespräch mit silicon.de erklärte. 

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