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Salesforce Sales Cloud bekommt Forcasting-Funktion

Die neue Generation der Sales Cloud Einstein soll den gesamten Vertriebszyklus von der Anbahnung bis hin zum Abschluss mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und Machine Learning verbessern. So sorgt das neue Einstein Forecasting dafür, dass Vertriebler besser verstehen, welche Faktoren gerade wichtig sind. So sind in jeder Phase des Vertriebszyklus präzisere Umsatzprognosen möglich.

[caption id="attachment_41659185" align="aligncenter" width="684"]Das neue Einstein Forecasting soll dank selbstlernenden Algorithmen deutlich präziser sein, als andere Prognosemethoden, die nicht selten eine Fehlerrate von 50 Prozent haben. (Bild: Salesforce) [1] Das neue Einstein Forecasting soll dank selbstlernenden Algorithmen deutlich präziser sein, als andere Prognosemethoden, die nicht selten eine Fehlerrate von 50 Prozent haben. (Bild: Salesforce)[/caption]

Die Funktion Einstein Opportunity Scoring priorisiert dann die vielversprechendsten Leads und Einstein Email Insights identifiziert darüber hinaus automatisch die wichtigsten E-Mails. Auch dadurch wird der Vertrieb schneller und effizienter.

Mit dem Modul Forecasting sollen aufwändige Tabellenkalkulationen für das Erstellen von Vertriebsprognosen abgelöst werden, die häufig zu ungenauen Vorhersagen und unzureichenden Ergebnissen führen. Laut Schätzungen von Salesforce sollen weniger als 50 Prozent der Prognosen verfehlt werden.

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Die Kombination aus selbst-optimierenden Algorithmen und wichtigen CRM-Daten wie Leads, Opportunities und Kundeninformationen, soll eine sehr präzise Vorhersage ermöglichen und macht damit auch das Geschäft vorhersagbarer.

So kann beispielsweise ein Regionalvertreter für medizinische Produkte mit Einstein Forecasting mit einem schnellen Blick auf ein Dashboard feststellen, ob sein Team auf einem guten Kurs für die Erreichung der Quartalsziele ist oder ob bestimmte Abschlüsse in Gefahr sind. Durch die Foresight-Funktion von Einstein Forecasting lassen sich rechtzeitig entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Zielerreichung sicherzustellen.

Der CFO des Unternehmens, der eine neue Region erschließen möchte, aber unsicher ist, ob das Unternehmen die Entwicklungskosten dafür aufbringen kann, hilft Einstein Forecasting dabei abzuschätzen, ob in diesem Monat oder Quartal ausreichend Budget dafür verfügbar ist.

Neu ist auch das Einstein Opportunity Scoring, das Vertriebszyklen verkürzen und exakter planbar machen soll. Innerhalb der Sales Cloud Lightning Konsole können so die Deals mit dem größten Potential hervorgehoben und priorisiert werden. Dafür stehen auch Kriterien Volumen oder Beteiligung der Geschäftsführung zur Auswahl.

Einstein prüft zudem Leads, um mögliche Risiken im Vorfeld zu identifizieren. Dank Einstein Opportunity Scoring muss ein Vertriebsmitarbeiter nicht mehr die Opportunity-Liste durchforsten und kann sich Stattdessen auf die erfolgversprechendsten Leads fokussieren.

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Mit Hilfe von NLP (Natural Language Processing)-basierten Möglichkeiten können mit Einstein Email Insights die wichtigsten E-Mails identifiziert werden. Die Lösung schlägt dann auch die besten Maßnahmen oder Antworten vor. Dadurch können Eingangsmails schneller priorisiert und schneller auf Kundenanfragen reagiert werden.

Vor rund einem Jahr hat Salesforce Einstein AI [2]vorgestellt und damit eine Lösung angekündigt, die in verschiedenen Salesforce-Lösungen zum Einsatz kommt. Nachdem bereits verschiedene Tools mit der KI-Lösung erweitert wurden soll die Technologie durschnittlich 475 Millionen Prognosen täglich erstellen.

Salesforce Ventures, der Investorenarm des Cloud-CRM-Anbieters stellt zudem den neuen Salesforce Einstein Fonds mit einem Volumen von 50 Millionen US-Dollar vor. Aus diesem Fonds werden Unternehmen Crowdflower, Highspot und Squirro gefördert, die Lösungen auf Basis der Salesforce-Plattform entwickeln.

Einstein Forecasting, Einstein Opportunity Scoring und Einstein Email Insights sind aktuell in der Pilotphase und werden im ersten Halbjahr 2018 verfügbar sein. Preise stehen noch nicht fest.

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