Microsoft und Facebook verbinden Europa und USA mit Unterseekabel

BreitbandNetzwerke

160 Terabits pro Sekunde soll die leistungsfähige Verbindung Marea ab Anfang 2018 liefern. Das neue Hochleistungskabel ist ist etwa 6600 Kilometer lang.

Für die Online-Diensten von Facebook und Microsoft soll die neue Leitung “zuverlässige Hochgeschwindigkeitsverbindungen” ermöglichen. Anfang 2018 soll die Leitung zwischen Europa und den USA zusammen mit dem spanische Telekommunikationsunternehmen Telxius in Betrieb genommen werden. Bereits im August 2016 startete das Marea (spanisch: Tide) genannte Projekt.

Marea-Infografik-Microsoft_Faceb

Die 6600 Kilometer lange Leitung verläuft zwischen dem US-Bundesstaat Virginia und der nordspanischen Küstenstadt Bilbao. Von dort aus steht es dann in Verbindung mit Hubs in Europa, Afrika, dem Mittleren Osten und Asien.

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Über acht Glasfaserpaare erreicht die Leitung eine Bandbreite von bis zu 160 Terabit Daten pro Sekunde. Damit ist es das leistungsfähigste transatlantische Unterseekabel. Es erlaubt das gleichzeitige Streamen von 71 Millionen HD-Videos. Die Telefónica-Tochter Telxius übernimmt die Wartung des Kabels und ist auch für den Verkauf freier Bandbreiten verantwortlich.

“Da sich die Welt zusehends einer auf Cloud-Computing basierenden Zukunft nähert, investiert Microsoft weiter in seine Cloud-Infrastruktur, um den aktuellen und künftig wachsenden Bedarf seiner mehr als 200 Cloud-Dienste inklusive Bing, Office 365, Skype, Xbox Live und der Microsoft-Azure-Plattform zu erfüllen”, sagte Christian Belady, General Manager des Bereichs Data Center Strategy bei Microsoft. “Das Marea-Unterseekabel, das wir zusammen mit Facebook bauen, liefert eine Konnektivität mit niedrigen Latenzen, die helfen wird, die Nachfrage nach schnellen Kapazitäten über den Atlantik hinweg zu bedienen.”

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Najam Ahmad, Vice President für Network Engineering bei Facebook, lobt vor allem das mit Microsoft und Telxius entwickelte anbieterunabhängige Design des Kabels. “Wir können die Hardware und Software auswählen, die am besten zum System passt, und schließlich Innovationen beschleunigt”, sagte er. “Wir möchten mehr Projekte auf diese Art ausführen. Wir glauben, dass künftig die meisten Unterseekabel so verlegt werden.”

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[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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