T-Systems bennent neuen CEO

ManagementPosition

Adel B. Al-Saleh wird zum 1. Januar 2018 die Nachfolge von Reinhard Clemens antreten. Außerdem bekommt er einen Sitz im Vorstand der Deutschen Telekom. Deren CEO Timotheus Höttges hebt vor allem hervor, dass Al-Saleh bereits bewiesen habe, “dass er Unternehmen auf Kurs bringen kann.”

Adel B. Al-Saleh übernimmt zum 1. Januar 2018 den Posten des CEO bei T-Systems. Er löst dann den derzeitigen Amtsinhaber Reinhard Clemens ab. Dass Clemens, der das Amt 2007 übernommen hatte, wechselt, ist schon seit Mitte September bekannt. Intern war wohl auch schon der Nachfolger bekannt. Dessen Name wird auf Bitten des alten Arbeitgebers jedoch erst jetzt veröffentlicht.

Adel B. Al-Saleh (Bild: Deutsche Telekom)
Adel B. Al-Saleh (Bild: Deutsche Telekom)

Adel B. Al-Saleh war seit 2011 bei Northgate Information Solutions mit Sitz in London Chief Executive Officer. Der Software-Anbieter und Technologiedienstleister ist Teil der Northgate-Gruppe. Die wurde 2008 durch das Private-Equity-Unternehmen KKR übernommen. Al-Saleh wurde vom Investor geholt, um eine Strategie für den wirtschaftlichen Aufschwung zu entwickeln und die drei Geschäftsbereiche von Northgate – Human Resources, Public Services und Managed Services – profitabel zu machen. Das ist durch Verschlankung, Portfolio-Reduzierung und eine neue Schuldenstruktur offenbar auch gelungen, denn 2016 investierte Goldman Sachs und wurde größter Anteilseigner des Unternehmens.

Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom, lobt daher auch: “Adel hat bewiesen, dass er Unternehmen auf Kurs bringen kann. Er macht sich bereits mit T-Systems vertraut und wird die Zeit bis Jahresende nutzen, um danach sofort voll einzusteigen.” Für die Mitarbeiter bei T-Systems dürfte 2018 damit ein turbulentes Jahr werden.

Reinhard Clemens, als Telekom-Vorstand bisher verantwortlich für die Großkundensparte T-Systems verlässt zum 1. Januar 2018 das Unternehmen. (Bild: Deutsche Telekom)
Reinhard Clemens, als Telekom-Vorstand bisher verantwortlich für die Großkundensparte T-Systems verlässt zum 1. Januar 2018 das Unternehmen. (Bild: Deutsche Telekom)

Die Telekom-Sparte kämpft seit mehreren Jahren mit Verlusten. Clemens hat den Umbau zum Cloud-Geschäftsmodell vorangetrieben und bereits umfangreiche Sparmaßnahmen und einen Stellenabbau durchgesetzt. Dadurch reduzierte sich der Verlust 2016 auf 330 Millionen Euro. 2015 stand bei der Telekom-Sparte noch ein Minus von 516 Millionen Euro in den Büchern. Offenbar ist man aber bei der Mutter nicht mehr gewillt, die roten Zahlen hinzunehmen.

Ulrich Lehner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Telekom, erklärte beim Abschied von Clemens zwar, der habe “in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld dem Unternehmen wichtige Impulse gegeben”, erklärte aber auch, dass der Nachfolger die nötige Erfahrung und das Fachwissen mitbringe, um die Transformation von T-Systems konsequent weiter voranzutreiben. Und Clemens selbst räumte ein, es sei im Zuge des Umbaus nicht alles erreicht worden, was man sich uns vorgenommen hatte.

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Vor seiner Zeit als Chief Executive Officer bei Northgate Information Solutions war Al-Saleh in mehreren Führungspositionen bei IMS Health, einem Anbieter von IT für das Gesundheitswesen, tätig. Dort leitete er von 2007 bis 2011 zunächst das Europageschäft. 2001 wurde der dann als President für das US-Geschäft verantwortlich. Davor arbeitete Al-Saleh 19 Jahre bei IBM, wo er zuletzt als „Vice President and General Manager, Sales and Industries, IBM Northeast Europe Integrated Operating Team“ den Vertrieb verantwortete. Al-Saleh machte 1987 an der Boston University einen Bachelor of Science in Elektrotechnik. 1990 erhielt er an der Florida Atlantic University ein Diplom als Betriebswirt.

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