Born in the Cloud – Start-ups in Deutschland

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Auch junge Unternehmen müssen die steigenden Anforderung an Security und Compliance meistern. Die Gründer sind auf diesen Gebieten meist keine Spezialisten, sondern konzentrieren sich auf den Aufbau des Unternehmens. Dann helfen Infrastrukturen, die aus sich heraus maximale Verfügbarkeit und Sicherheit bieten.

Etwa die Hälfte aller deutschen Start-ups lassen sich der aktuellen Ausgabe des Deutschen Startup Monitors (PDF) der IT-Branche zuordnen: Von Softwareentwicklung über Web Application und E-Commerce bis hin zu Online Marktplätzen sind unterschiedliche Spielarten vertreten.

Frank Strecker T-Systems (Bild: DTAG)
Frank Strecker, der Autor dieses Gastbeitrags für silicon.de, ist Senior Vice President Cloud Partner Products & Ecosystems bei T-Systems, und in dieser Position verantwortlich für das weltweite Cloud-Geschäft der Deutschen Telekom (Bild: DTAG)

Doch eines haben Sie alle gemeinsam: Sie sind mit der Cloud aufgewachsen und sehen diese Technologie als völlig selbstverständlich an. Und genau diese Einstellung unterscheidet sie von alteingesessenen Unternehmen. Doch es bedeutet auch, dass Gründer vor anderen Herausforderungen stehen, die es für eine erfolgreiche Business-Entwicklung zu meistern gilt.

Neben der Brancheneinordnung lässt sich im Deutschen Startup Monitor noch eine weitere spannende Information finden: Rund die Hälfte aller Jungunternehmen können bereits ein marktreifes Angebot vorweisen und generieren erste Umsätze und/oder einen Kundennutzen. Im Kontakt mit den Kunden entstehen Anforderungen, mit denen die Gründer zuvor noch nicht konfrontiert wurden.

Datenschutz, Sicherheit, Vertrauen – mit diesen Aspekten beschäftigen sich die wenigsten Start-ups zu Beginn ihrer Arbeit. Da geht es erst einmal um die Umsetzung einer Idee, um das Entwickeln und Programmieren erster Lösungen und um das Design eines ansprechenden Ergebnisses. Doch (potenzielle) Kunden verlangen noch mehr. Auch wenn sie den Charme der innovativen Start-up-Ideen erkennen, vertrauen sie einem Anbieter nicht blind, sondern brauchen ein sicheres Gefühl für die Zusammenarbeit. Letztlich sind die Unternehmen wiederum ihren Kunden zu Datenschutz und -sicherheit verpflichtet und wollen auch in Anbetracht der kommenden EU-DSGVO (EU-Datenschutzgrundverordnung) kein Risiko eingehen.

Verteilung der Start-ups in Deutschland nach Branchen, Stand 2017 (Grafik: Deutscher Startup Monitor)
Verteilung der Start-ups in Deutschland nach Branchen, Stand 2017 (Grafik: Deutscher Startup Monitor)

Auch junge Unternehmen müssen die steigenden Anforderung an Security und Compliance meistern. Die Gründer sind meist auf diesen Gebieten keine Spezialisten, sie konzentrieren sich auf den Aufbau des Unternehmens. Um dennoch dem Markt gerecht zu werden, brauchen Start-ups Infrastrukturen, die aus sich heraus maximale Verfügbarkeit und Sicherheit bieten. Eine Cloud aus hochsicheren deutschen Rechenzentren bietet die ideale Basis und hält den Jungmanagern den Rücken frei.

Multi-Cloud-Umgebungen schaffen Bewegungsfreiheit

Auch bei einigen anderen Herausforderungen kann die Wolke die Lösung sein: Häufig fehlt es an Startkapital. Infrastruktur darf nicht teuer sein und muss vor allem eine flexible Preisgestaltung bieten, die sich nach Bedarf und Nutzung richtet. Hinzu kommt die agile Skalierbarkeit der Ressourcen – denn welcher Gründer weiß heute schon, wie sich sein Geschäft morgen entwickelt! Ob Boom oder Flaute, ob unerwartet hohe Nachfrage oder vollständige Umgestaltung des Business-Modells: Auf alle Eventualitäten muss ein junger Betrieb flexibel reagieren können und darf dabei nicht von seiner Infrastruktur gebremst werden.

Eine individuelle Multi-Cloud-Umgebung schafft hier die notwendige Bewegungsfreiheit. Was die Technik dazu angeht, kennen sich die meisten Startups nur allzu gut aus. Statt Managed Services sind hier Zugriffe zur eigenen Steuerung und Orchestrierung gefragt, sodass die Digital Natives sich ungestört in ihrem Ökosystem entfalten und sich genau die Strukturen schaffen können, die sie jeweils zum aktuellen Zeitpunkt brauchen.

Entwicklungsphasen der Start-ups in Deutschland, Stand 2017 (Grafik: Deutscher Startup Monitor)
Entwicklungsphasen der Start-ups in Deutschland, Stand 2017 (Grafik: Deutscher Startup Monitor)

So fit sie hinsichtlich der Technik sind, so wichtig ist für die meisten Gründer Unterstützung in Business-Themen. In Sachen Strategie und Unternehmensführung nehmen sie den Rat erfahrener Profis gerne an und sind dankbar für konkrete Praxistipps. In solchen Konstellationen können sich wertvolle Partnerschaften bilden, die für beide Seiten erhebliche Vorteile bringen.

Wo ein Start-up und ein etabliertes Unternehmen zusammenkommen, profitiert ersteres von der Erfahrung und der Markenwirkung, während letzteres sich willkommene frische Ideen und kreative Innovationsansätze ins Haus holt. In der Kombination entsteht ein Angebot, das mehr Erfolgschancen hat, als die jeweiligen Einzelteile. Wie intensiv eine solche Kooperation wird und wie viel Eigenständigkeit jede Seite behält, hängt dabei ganz vom jeweiligen Fall ab. Wichtig sind ein faires Miteinander und eine offene und klare Kommunikation aller Beteiligten über Bedürfnisse, Wünsche und Herausforderungen.

Aus neuen jungen Unternehmen können die globalen Leader von morgen entstehen, davon bin ich überzeugt. Etablierte Betriebe tun gut daran, sich offen mit den Gründern auseinanderzusetzen und über Modelle der Zusammenarbeit nachzudenken. Eine Partnerschaft auf Augenhöhe kann beide Parteien nach vorn bringen und eine Win-Win-Situation schaffen.

Das technische Know-how rund um Cloud, Mobility und Agilität kann frischen Wind in alteingesessene Betriebe bringen und helfen, die eigenen Produkte und Dienstleistungen auf die neuen Anforderungen der immer digitaler werdenden Märkte auszurichten. So entsteht ein gemeinsames, zukunftsfähiges Angebot, von dem neben den Partnern vor allem deren Kunden profitieren.