GMX und Web.de bieten kostenlose Verschlüsselung an

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Daten werden vor der Übertragung zu den Anbietern auf PC oder Smartphone verschlüsselt. Dazu kommt das Programm Cryptomator der Firma Skymatic zum Einsatz. Die Entschlüsselung ist erst wieder nach Eingabe eines Tresor-Passworts lokal möglich.

GMX und Web.de bieten Nutzern nun an, Daten vor der Übertragung in ihre Cloud zu verschlüsseln. Für die Verschlüsselung werden Programme für PC und Smartphone bereitgestellt. Die helfen bei der Übertragung in einen sogenannten Tresor-Ordner beim jeweiligen E-Mail-Anbieter. Die Möglichkeit können insgesamt über 30 Millionen Inhaber von Konten bei den beiden Anbietern kostenlos nutzen.

Verschlüsselung bei GMX und Web.de (Grafik: silicon.de)

Für das Angebot greifen GMX und Web.de auf eine Software des Herstellers Skymatic zurück. Zum Einsatz kommt dessen Verschlüsselungslösung Cryptomator. “Für besonders sensible Dokumente wie Kaufverträge, Ausweiskopien, Versicherungspolicen oder Arztunterlagen bieten wir jetzt einen Tresor, in dem jede Datei individuell verschlüsselt vor Fremdzugriff abgesichert wird”, erklärt Jan Oetjen, Geschäftsführer von GMX und Web.de, in einer Pressemitteilung. Ihm zufolge könnten Nutzer auch ohne Expertenwissen “einfach und schnell” auf die Tresor-Dateien zugreifen.

Dazu stehen eigene Apps für Windows, Android und iOS zur Verfügung. Sie sind für die Nutzung mit den Cloud-Speichern der beiden Anbieter vorkonfiguriert. Um sie zu verwenden, müssen nur einmal die Zugangsdaten eingeben sowie ein gesondertes Passwort für den Tresor vergeben werden, mit dem die Daten lokal auf dem genutzten Gerät verschlüsselt werden. Die Verschlüsselung erfolgt nach dem AES-Standard mit 256 Bit Schlüssellänge.

Funktionsweise der Verschlüsselung bei GMX und Web.de (Grafik: GMX/Web.de)
Funktionsweise der Verschlüsselung bei GMX und Web.de (Grafik: GMX/Web.de)

Erst nach der Verschlüsselung werden die Daten in den Tresor-Ordner im Online-Speicher von Web.de beziehungsweise zum MediaCenter von GMX übertragen. Das Tresor-Passwort wird dabei nicht übermittelt. Die Daten im Cloud-Speicher sind daher für den Betreiber nicht einsehbar. Die Entschlüsselung wiederum kann erst nach dem Download der Daten lokal erfolgen. Dafür ist dann die Eingabe das Tresor-Passworts erforderlich.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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