Neue Version das Banking-Trojaners Ursnif entdeckt

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Ursnif stiehlt Anmelde- und Bankdaten. Er täuscht offenbar erfolgreich eine Verbindung zur Bank der Opfer vor. Tatsächlich geben sie Daten jedoch auf einer von Hackern kontrollierten Website ein.

Cyberkriminelle testen derzeit eine neue Version das Banking-Trojaners Ursnif. Die zur Gozi-Familie gehörende Malware nutzt nun Weiterleitungsangriffe, um Anmelde- und Bankdaten zu stehlen. Dabei soll sie Nutzern von Online-Banking sehr erfolgreich vorgaukeln, sie befänden sich weiterhin auf der Website ihres Geldinstituts, obwohl sie bereits ihre Daten an die Hintermänner von Ursnif übergeben.

Online-Banking-Kreditkarten (Bild: Shutterstock/Oleksiy-Mark)

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Forschern von IBM X-Force. Aufgrund der großen Unterschiede zur Vorgängerversion gehen sie sogar davon aus, dass die aktuelle dritte Version von anderen Cyberkriminellen entwickelt wird als die zweite Version.

Erste Spuren der neuen Version fanden sich im August. Dass es sich um Tests handelte, leiteten die Forscher von den Bemühungen der Hintermänner ab, ihre Aktivitäten zu verschleiern. Unter anderem sollen sie nach jedem Test ihre Infrastruktur abgeschaltet haben. Die Forscher vermuten zudem, dass die Tests noch nicht abgeschlossen sind, da die Version 2 von Ursnif immer noch aktiv ist.

Den Code, der für die Weiterleitung der Opfer auf von den Hackern kontrollierte Ressourcen benötigt wird, implementiert Ursnif in einer Konfigurationsdatei und nicht in seinem eigenen Code. Die Weiterleitung an sich soll für Nutzer nicht erkennbar sein. “Die Malware erhält eine Live-Verbindung zur legitimen Website der Bank aufrecht, um sicherzustellen, dass die echte URL und das digitale Zertifikat in der Adressleiste des Opfers erscheinen”, erklärte Limor Kessem, Executive Security Advisor bei IBM.

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“An diesem Punkt können die Angreifer Web-Injections nutzen, um Anmeldedaten, Authentifizierungscode und andere persönliche Informationen zu stehlen, ohne die Betrugserkennung der Bank auszulösen.” Derzeit werde Ursnif vor allem gegen Unternehmen und Geschäftskonten in Australien eingesetzt.

Verbreitet wird Ursnif offenbar über Phishing-E-Mails. Sie enthalten angeblich eine Auftragsbestätigung, die der Empfänger öffnen und unterschreiben soll. Fällt er auf den Trick herein und öffnet das Dokument, infiziert er seinen Rechner mit der Schadsoftware.

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