Apple übernimmt Musikidentifikationsdienst Shazam [Update]

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Die App, mit der sich Musiktitel identifizieren lassen, geht nun wie vorab durchgesickert tatsächlich an Apple. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Musikidentifikationsdienst Shazam soll angeblich von Apple übernommen werden. Laut einem Bericht von TechCrunch soll bereits eine verbindliche Vereinbarung vergangene Woche unterzeichnet worden sein. Im Lauf des Tages soll die Übernahme bekanntgeben werden.

Update, 12. Dezember, 13 Uhr 40: Apple hat die Übernahme von Shazam inzwischen bestätigt. Zu finanziellen Details wurden keine Angaben gemacht. Auch zu den Plänen mit Shazam hat Apple keine Angaben gemacht. Ein Sprecher teilte lediglich mit, der Dienst sei eine “natürlich Ergänzung” für Apple Music.

shazam

Der Kaufpreis ist allerdings nicht gesichert. Eine Person spricht von einer Zahl zwischen 100 und 999 Millionen Dollar. Ein anderer Informant spricht hingegen von rund 300 Millionen Pfund (340 Millionen Euro). Damit würde Apple ein Schnäppchen gelingen, denn das Start-up wurde aufgrund der letzten Finanzierungsrunde im Jahr 2015 PitchBook mit 1,02 Milliarden Dollar bewertet.

Insgesamt hat Shazam 143,5 Millionen Dollar von Investoren erhalten, darunter von Kleiner Perkins und DN Capital aus London. Strategische Investoren sind auch die Musiklabel Sony Music, Universal Music sowie Warner Music.

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Alleinstellungsmerkmal von Shazam ist das Identifizieren von Musik anhand einer Audiospur oder Ausschnitte aus Videos. Die App kann aber auch in Werbung verwendete Musik erkennen. Zu erkannten Titeln liefert die Shazam-App darüberhinaus weitere Informationen.

Im September 2016 meldete das Unternehmen eine Milliarde Downloads seiner App. Laut Eintrag im Google Play Store wurde die Android-Version bis zu 500 Millionen Mal heruntergeladen. In der App-Beschreibung in Apples App Store heißt es, man habe mehr als 100 Millionen aktive Nutzer pro Monat.

Laut TechCrunch hat Shazam im Geschäftsjahr 2016 nur 54 Millionen Dollar eingenommen. Dem stehen Verluste von 5,3 Millionen Dollar gegenüber. Allerdings fallen die um etwa zwei Drittel geringer aus als noch im Vorjahr.

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Shazam CEO Rich Riley hat zudem Anfang 2017 in einem Interview eingeräumt, mit einem Betriebsergebnis nahe der “schwarzen null” sei sein Unternehmen ein attraktives Ziel für Übernahmen.

Einnahmen generiert Shazam durch die Zusammenarbeit mit anderen Musikdiensten wie Spotify und Apple Music, zu deren Angeboten die App verlinkt. Apple könnte durch eine Übernahme seinen eigenen Musikdienst stärken beziehungsweise die Erkennungsfunktion in Apple Music und iTunes integrieren.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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