Autonome Technologien – Oracle erweitert Cloud Platform

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Mit einem Digitalen Assistenten, neuen europäischen Cloud-Rechenzentren, maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz will Oracle die Automatisierung der IT vorantreiben. Siri, Cortana und Alexa sollen in den Unternehmensalltag integriert werden.

Oracle weitet autonome Technologien auf weitere Produkte aus Oracle PaaS-Portfolio aus. Bislang hatte Oracle diese spezielle Form der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens rund um die eigene Datenbank-Technologie angekündigt. Wie das Unternehmen jetzt auf der Oracle Cloud World in New York bekannt gibt, sollen auch die Oracle PaaS-Services und Anwendungen wie etwa Anwendungsentwicklung, Datenintegration, Analytics, Sicherheit und Identity Management mit dieser Technologie erweitert werden.

Oracle Zentrale (Bild: ZDNet.com)
Mit diesen “selbstfahrenden Technologien” versucht Oracle mit der Hilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, menschliche Fehler auszumerzen und damit in Unternehmensanwendungen und Datenbanken für mehr Performance und Sicherheit zu sorgen. Vor allem aber sollen Administratoren auf diese Weise entlastet werden. So könnten diese die gewonnene Zeit für andere Projekte nutzen, verspricht der Anbieter.

Nachdem Oracle diese Services für die Datenbank bereits vergangenes Jahr angekündigt hatte, sollen verschiedene Komponenten im Lauf dieses Jahres mit den neuen KI-Fuktionen nachgerüstet werden. Auch für die genannten Komponenten will Oracle noch in der ersten Jahreshälfte 2018 diesen Fähigkeiten ausrollen.

Dazu zählt Oracle den Autonomous Data Warehouse Cloud Service für Analytics-Projekte, Oracle Autonomous Database OLTP für transaktionale und gemischte Workloads und Autonomous NoSQL für eine hohe Schreib/Lese-Leistung. Dann können zum Beispiel Patches und Aktualisierungen automatisch bei Anwendern ausgerollt werden oder Computer- oder Storage-Ressourcen ohne menschliche Interaktion an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.

Auch sollen sich diese Module, so verspricht Oracle, automatisch gegen Angriffe wappnen, selbständig Sicherheitsupdates aufspielen oder im Angriffsfall sämtliche Daten verschlüsseln. So lasse sich eine bessere Verfügbarkeit der Systeme erreichen. Oracle verspricht 99,995 Prozent Verfügbarkeit, was etwa 2,5 Minuten Auszeit pro Monat bedeutet.

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Einer der Bereiche, die Oracle mit selbstlernenden Funktionen aufrüsten will ist Data Integration. Hier sorge Oracle für eine automatisierte Ingestion, die Definition für Daten-Flows, Datenvorbereitung und die Erstellung von Data Lakes.

Ein weiterer Bereich, den Oracle nennt, ist Anwendungsentwicklung. Hier sollen Algorithmen häufigere Operationen oder Vorgänge automatisieren. Auch das Aufspüren von Sicherheitslecks soll damit automatisiert werden. Mit einer automatisierten Datenvorbereitung und Discovery sollen Analytics-Funktionen optimiert werden.

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Amit Zavery, Executive Vice President für Prodkt-Entwicklung bei Oracle, erklärt: “Das Machine Learning und die Algorithmen werden dafür sorgen, dass die Konfigurationen auf die einzelnen Unternehmen zugeschnitten werden.” Mit automatisierten Business-Prozessen und automatischer Verbindung von Unternehmensanwendungen will Oracle die Anwenderlandschaft weiter abrunden. Im Bereich Identity Management sollen automatisches Monitoring und die automatisierte Einstellung von Performance-Settings die Anwender unterstützten.

Darüber hinaus sollen Smartbots die Kommunikation mit Kunden beobachten und hier Muster herauslesen. So können ebenfalls häufige Interatkionen automatisiert werden und Mitarbeiter bekommen so mehr Zeit für anspruchsvollere Tätigkeiten.

Oracle stellt außerdem einen Oracle Digital Assistant vor. Damit können Anwender eine einheitliche Verbindung zu verschiedenen Anwendungen wie CRM, ERP, HCM oder selbstgeschriebenen Anwendungen herstellen. Auch Daten lassen sich auf diese Weise korrelieren. Zudem können hier auch Geräte wie Amazon Echo, Siri oder Google Speech oder Microsoft Cortana integriert werden. Der Digtial Assisant von Oracle kann Nachrichten aus diesen sprachbasierten Geräten verarbeiten, Nutzereingaben erkennen und ausführen.

Darüber hinaus gibt Oracle neue Cloud-Services und eine Erweiterung der eigenen Cloud-Infrastruktur bekannt. In Europa, Asien und in Amerika eröffnet Oracle insgesamt 12 neue Rechenzentren. In Europa startet Oracle die Standorte Amsterdam und Schweiz. Hinzu kommen neue Services für Sicherheit, Blockchain und künstliche Intelligenz.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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