Detlef Eppig

Detlef Eppig ist der Allrounder bei Verizon: Er ist sowohl Deuschlandchef als auch Director Network Operations für Zentral- und Osteuropa. Nicht nur deshalb zählt Eppig zu den "alten Hasen" der Branche.

Netzwerk-ManagementNetzwerke

Die Früchte einer erfolgreichen Netzwerktransformation ernten

Unternehmen setzen zunehmend auf Cloud-Dienste. Um deren Vorteile jedoch in vollem Umfang nutzen zu können, ist eine Netzwerktransformation unerlässlich. Detlef Eppig, Geschäftsführer bei Verizon Deutschland, nennt die aus seiner Sicht zehn wichtigsten Punkte, die es dabei zu beachten gilt.

Da immer mehr Unternehmen digitale Transformationsinitiativen verfolgen, setzen sie auf Next-Generation-Infrastrukturen wie Software Defined Networking (SDN) Services, um damit besser ihre Geschäftsziele zu unterstützen und die Agilität zu steigern. Gleichzeitig setzen Unternehmen zunehmend auf Cloud-Services, um geschäftskritische Workloads zu hosten. Da Unternehmen eine Cloud zuerst einführen, ist es wichtig, dass sie auch eine Netzwerktransformation durchführen, um die Versprechen der Cloud auch umzusetzen.

Wie können Unternehmen die Vorteile einer erfolgreichen Netzwerktransformation nutzen? Und was sind einige häufige Fallstricke, die es zu vermeiden gilt? Die folgende Liste fasst sie zusammen.

  1. Business Velocity: Software Defined Networking (SDN) ermöglicht es Unternehmen, mit den sich ändernden Anforderungen an Unternehmen Schritt zu halten, das erlaubt ihnen besser auf Nutzer, Kunden und Marktchancen zu reagieren. Ein wesentlicher Treiber für die Implementierung der SDN-Technologie ist die Vereinfachung der Komplexität des Netzwerks, die sich aus der zunehmenden Mobilität von Apps auf mobilen und Cloud-Plattformen ergibt.
  2. Virtualisierung des Netzwerks: Grundsätzlich geht es beim Software Defined Networking (SDN) darum, die Steuerung der Daten (Datenintelligenz) vom Datenfluss zu trennen. In einer SDN-Umgebung wird die Intelligenz, wie mit Daten umzugehen ist, von der eigentlichen physikalischen Übertragung der Daten getrennt. Diese Abstraktion ermöglicht es Unternehmen, von der Virtualisierung von Netzwerkfunktionen zu profitieren: Viele der Netzwerkaufträge, die derzeit als dedizierte physische Geräte existieren, werden in Software übertragen.
  3. Automatisch skalieren nach oben oder unten: Eine robuste SDN-Strategie ermöglicht es einem Netzwerk, elastisch und flexibel genug zu sein, um den hohen Traffic-Anforderungen in den verkehrsreichsten Zeiten gerecht zu werden und gleichzeitig die wichtigsten Anwendungen zu priorisieren und Staus durch intelligente Automatisierung zu reduzieren.
  4. Erfolgreiches Setup: Es ist wichtig, Ziele und Pläne von Anfang an zu konkretisieren, um einen robusten Governance-Prozess einzurichten, damit die Migration in die Cloud von Anfang an für den Erfolg ausgerichtet ist. Dann können die internen Teams sich auf neue Arbeitsweisen ausrichten, um den ROI zu steigern.
  5. Nutzen Sie die Leistung von Predictive Analytics: Nutzen Sie die Vorteile und greifen Sie nicht nur auf Informationen über die Leistung von Anwendungen im Netzwerk zu; nutzen Sie diese Daten auch dazu, um herauszufinden, welche Parameter geändert werden könnten, um die Leistung einer Anwendung weiter zu verbessern.
  6. Bessere, ausgereiftere Lösungen entwickeln: Die Sicherheitsbedrohungen nehmen zu und zwingen Unternehmen, mehrere erweiterte Lösungen zur Abwehr von Sicherheitsbedrohungen zu implementieren. Software Defined Networking (SDN) ermöglicht anspruchsvollere Lösungen in Verbindung mit einem Analytics-Layer, der das Problem der Herstellerbindung adressiert.
  7. Schutz des Perimeters: Brennen Sie die Sicherheit in die Netzwerkebene ein, um sich damit vor potenziellen Verletzungen geschäftskritischer Daten zu schützen. Dazu stehen Tools wie das Software Defined Perimeter (SDP) zur Verfügung, das einen „Nicht-Entdeckbarkeit” -Ansatz nutzt, um sicheren Zugriff auf Geräte und Anwendungen in einer Public Cloud zu ermöglichen.
  8. Kosten eindämmen: Intelligente Netzwerklösungen können eingesetzt werden, um die Konnektivität mit der Cloud bei Bedarf herzustellen und so die Kosten im Griff zu behalten. Dies ermöglicht es Unternehmen, für den von ihnen genutzten Service zu zahlen und das Cloud-Verbrauchsmodell so zu erweitern, dass es auch den Netzwerk-Konnektivität-Layer abdeckt.
  9. Zentralisierte Verwaltung: Ermöglicht eine agilere Bedienung und Ausführung, was wiederum zur Kostenkontrolle beiträgt. Darüber hinaus ermöglicht die vollständige End-to-End-Service-Automatisierung die Bereitstellung von Netzwerkressourcen, die Reduzierung von Fehlern, bessere Service Levels und nutzt APIs, um eine nahtlose Verwaltung der Netzwerkfunktionen und des Netzwerkverkehrs in Echtzeit zu ermöglichen.
  10. Eine tiefere und umfassendere Erfahrung: Die Netzwerktransformation ermöglicht Unternehmen den Zugriff auf ein ausgereiftes Netzwerk-Feature-Set und einem Serviceerlebnis, das durch die Implementierung von Funktionalität in Software-Geschwindigkeit zu einer verbesserten Betriebseffizienz beiträgt.

Detlef Eppig ist der Allrounder bei Verizon: Unter anderem ist er als Deuschlandchef für das nationale operative Tagesgeschäft verantwortlich. Als Director Network Operations für Zentral- und Osteuropa gehört außerdem für die Bereitstellung und Entstörung von Kundennetzwerken, Service Procurement und das Carrier Service Management in seinen Verantwortungsbereich. Eppig zählt zu den "alten Hasen" der Branche: Seit über 20 Jahren ist er in verschiedenen Positionen bei führenden Technologieunternehmen tätig.