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Graph-Datenbanken für Master Data Management (MDM) – Was ist dran an dem Hype?

Master Data Management (MDM) bildet keine Ausnahme, wenn es um solche Hypes geht. So erobern beispielsweise derzeit Graph-Datenbanken die Welt der Datenverarbeitung im Sturm. Da bleibt es nicht aus, dass vor allem kleine Startups Graph-Datenbanken aus Mangel an eigenen ausgereiften Lösungen als die große Innovation für MDM positionieren. Während Graphen einige Vorteile für MDM-Lösungen bieten, ist es trotzdem wichtig das Große und Ganze zu betrachten und auch die Nachteile abzuwägen.

open_Data_shutterstock [1]

Der Hype

Graph-Datenbanken stellen stark vernetzte Informationen dar und werden vor allem in Onlinesystemen mit höchsten Performance-Anforderungen eingesetzt. Durch Flexibilität und Agilität der anpassbaren Modelle erzielen sie tatsächlich oft bessere Leistungen als relationale Datenbanken. In Bereichen wie systembasierter Empfehlungen (beispielsweise next best offer), Geodaten, sozialen Netzwerken und Betrugserkennung werden sie besonders häufig verwendet. Da ist es nur logisch, dass sie auch als perfekte Lösung für das Master Data Management angepriesen werden.

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Tatsächlich bieten Graphen dann Vorteile, wenn die Anwendungsfälle auf einem domänenübergreifenden Beziehungsmanagement basieren. Diese Anwendungsfälle sind im Speziellen bei MDM-Lösungen mit einem festen, vordefinierten Datenmodell herausfordernd und hier bieten Graph-Datenbanken funktionale Verbesserungen. Betrachtet man die Probleme, die Master Data Management typischerweise lösen soll, wird die Flexibilität der Technologie allerdings überschätzt. Viele der aufstrebenden Anbieter von Graph-Datenbanken werben mit einer Persistenzschicht, die es erlaubt, Facebook und LinkedIn-ähnliches Beziehungsmanagement zu betreiben. Die Aufrechterhaltung der Datenbeziehungen in einer Persistenzschicht ist in Stammdatenprojekten jedoch gar nicht das Hauptziel. Sie stellt im Grunde genommen überhaupt kein größeres Hindernis dar.

Die Vorteile

Graph-Datenbanken haben beispielsweise folgenden Vorteile:

 

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Die Nachteile

Allerdings gibt es noch Raum für die Verbesserung von Graph-Datenbanken im Rahmen von MDM. Hier ein paar Einschränkungen:

Spricht man mit Branchenanalysten, wird deutlich, dass Unternehmen auch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Open-Source-Graph-Datenbanktechnologien äußern. Dieses Thema wird in naher Zukunft sogar noch in der Priorität steigen.

Leseempfehlung:

Gartner widmet der Entwicklung von Trends mit dem „hype cycle for emerging technologies [2]“ eine interessante eigene Studie.