Uwe Hauck

hat Computerlinguistik und Künstliche Intelligenz studiert. Heute ist er Senior Software Engineer bei einem IT Dienstleister.

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Smartphones – ein Sicherheitsrisiko in Unternehmen

Bei der Frage nach der Sicherheit von mobilen Geräten im Unternehmen hat silicon.de-Blogger Uwe Hauck eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Er sieht die Ursache für das BYOD-Sicherheitsproblem vor allem bei den Arbeitszeiten, vor allem aber im Verschwimmen von Freitzeit und Arbeitszeit.

In diesen Tagen macht eine Studie, die deutsche Unternehmen aufschrecken sollte, die Runde. Laut einer durch das spanische Telekommunikationsunternehmen Telefónica durchgeführten Studie können mobile Endgeräte der Mitarbeiter ein Sicherheitsrisiko für die Unternehmen darstellen. Laut Medienberichten äußert sich dieses Risiko in der Regel darin, dass sensible Daten durch ungeschützte private Tablets oder Smartphones verlorengehen. Jedes fünfte Unternehmen habe etwa schon beklagen müssen, dass beispielsweise Kundendaten verlorengegangen seien.

Die Gründe dafür liegen scheinbar auf der Hand. Die Unternehmen haben einen starken Nachholbedarf, was die Aufklärung der eigenen Mitarbeiter anbetrifft. Der Deutschlandchef von Telefónica, René Schuster, betont, dass die Herausforderung vor allem darin liege, dass die Mitarbeiter oft den Wunsch hegen, auch am Arbeitsplatz die ihnen vertrauten Endgeräte nutzen zu wollen. Angestellte ohne Hintergrundwissen sind sich aber in den seltensten Fällen wirklich bewusst, wie leichtfertig der Gebrauch eigener Smartphones im professionellen Zusammenhang ist. Kleinere Unternehmen haben natürlich auch nicht in allen Fällen die finanziellen Möglichkeiten, um alle Angestellten mit Blackberrys auszustatten.

Viele Unternehmen lassen aber nicht nur mit Hinblick auf die eigene IT-Infrastruktur an Nachhaltigkeit zu wünschen übrig. Das Thema Nachhaltigkeit spielt auch mit Hinblick auf das Unternehmensklima eine Rolle. Eigentlich müsste gefragt werden, warum Mitarbeiter überhaupt mobile Endgeräte verwenden müssen, um ihrer Arbeit nachkommen zu können. Wie eine durch den DGB durchgeführte Studie vor Kurzem ergab, leiden heutige Arbeitnehmer oft darunter, dass die Grenzen zwischen Arbeitleben und Freizeit immer stärker verschwimmen.

Etwa ein Viertel aller Beschäftigten muss oft oder sehr häufig auch während der Freizeit für den Arbeitgeber erreichbar sein – so fällt es immer weniger Arbeitnehmern auch leicht, außerhalb der Arbeitszeiten abzuschalten. Da dies zu stressbedingten Krankheiten führen kann, hat sich die Arbeitsministerin an die Medien gewarnt, um das Thema auf die Tagesordnung zu bringen – auch wenn sie sich noch davor sträubt, gesetzliche Regelungen mit Hinblick auf die Erreichbarkeit per Smartphone außerhalb des Arbeitsplatzes auf den Weg zu bringen. Dies zeigt, dass die Smartphones und Tablets der Arbeitnehmer nur eine kleine Herausforderung darstellen, derer sich die Unternehmen annehmen müssen. Viel wichtiger ist ein nachhaltger Umgang mit den Arbeitnehmern, der ihnen die Möglichkeit gibt, klare Grenzen zu ziehen.

  1. Globalisierung, Facebook, Google.
    Totale Vernetzung scheint dieser Tage das Ziel aller zu sein. Kaum noch unmöglich sich dem zu entziehen. Da hilft nur : Smartphone zuhause lassen oder getrennte Phones für Arbeit und freizeit.