Detlef Eppig

Detlef Eppig ist der Allrounder bei Verizon: Er ist sowohl Deuschlandchef als auch Director Network Operations für Zentral- und Osteuropa. Nicht nur deshalb zählt Eppig zu den "alten Hasen" der Branche.

CloudEnterpriseStorage

Der Status Quo der Cloud

Immer mehr Unternehmen nutzen die Cloud. Doch mit der verbreiteten Nutzung steigen auch die Anforderungen der Unternehmen an die Dienste. Detlef Eppig von Verizon Deutschland zieht seine eigenen Schlüsse aus einer Langzeitstudie zum Cloud-Einsatz im Unternehmen.

Unternehmen und Behörden weltweit stehen beim Cloud-Computing vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen; auch die Anforderungen sind sehr individuell. Ihnen gemein ist der ständig zunehmende Bedarf an sicherem, zuverlässigem und redundantem Zugang zur Cloud. Um die Vorteile der Cloud in vollem Umfang nutzen zu können, verlangen sie nach Business-Continuity-Services und dedizierter Konnektivität für geschäftsentscheidende Daten und Anwendungen.

verizon_Enterprise_Cloud001
Die wichtigsten Anwendungstypen in der Cloud. Quelle: Verizon

Unser “State of the Enterprise Cloud Report 2013” stützt sich auf Daten, die Verizon zwischen Januar 2012 und Juni 2013 gesammelt hat. Anhand dieser Daten werden die aktuellen Trends bei Cloud-Akzeptanz und -Nutzung analysiert. Die Analyse umfasst sowohl den Einsatz der Cloud-Technologien durch Unternehmen und Behörden, als auch, was sie sich von Cloud-Services für Unternehmen erwarten. Untersucht werden die Faktoren, die zur Akzeptanz führen, das Nachfragewachstum bei VMs und Arbeits- und Archivspeicher und die Erwartungen im Hinblick auf die Zukunft der Cloud.

Die Ergebnisse des Berichts waren in vielerlei Hinsicht aufschlussreich. Sie lassen den anhaltenden Reifungsprozess der Cloud erkennen, ebenso die steigenden Anforderungen, die Unternehmen und Behörden an die Provider von Cloud-Services richten. Beispielsweise hat die Nachfrage nach Cloud-basiertem Speicherplatz im Studienzeitraum um 90 Prozent zugenommen, der nach Cloud-basiertem Arbeitsspeicher um 100 Prozent.

Verizon ist überzeugt, dass die Hauptantriebskraft dahinter in der Verlagerung unternehmenswichtiger Anwendungen in die Cloud zu suchen ist. Gleichzeitig entdecken Unternehmen Möglichkeiten, die Effizienz der Cloud zu steigern – das heißtsie holen mehr Speicherplatz- und Arbeitsspeicherkapazität aus jeder virtuellen Maschine heraus, die sie in Betrieb nehmen. Als Folge hiervon stieg die Zahl der während dieser Zeit in Betrieb genommenen VMs lediglich um 35 Prozent.

Mit der wachsenden Verbreitung von Cloud-Umgebungen nimmt auch die Vielfalt der geschäftlichen Funktionen zu, für die die Cloud genutzt wird. Die Entwicklungs- und Testphase ist vorüber und heute laufen externe und kritische Geschäftsanwendungen in der Cloud. Unseren Daten zufolge machen operativ genutzte Anwendungen 60 Prozent der Cloud-Auslastung aus.

Da jetzt mehr unternehmenswichtige Anwendungen in der Cloud angesiedelt sind, haben Uptime und Verfügbarkeit an Bedeutung gewonnen. Sicherheit und damit verbundene Compliance-Anforderungen befeuern das Wachstum der Hybrid Cloud im Unternehmens- sowie in öffentlichen Sektor. Dadurch erhöht sich auch das Interesse am Rechenzentrum des Cloud-Providers. Weiter wird das Wachstum bei Big Data als Folge der mit Datenmanagement und -analyse gestiegenen Nachfrage nach Speichervolumen die Cloud-Akzeptanz weiter voranbringen.

Für uns geht aus dem Bericht eindeutig hervor, dass die Unternehmens-Cloud einen Wendepunkt erreicht hat. Unternehmen und Behörden haben erfahren, welche Vorteile die Cloud sowohl aus Effizienz- als auch aus Kostensicht mit sich bringen kann, und sind bereit, immer mehr unternehmenskritische Anwendungen in die Cloud zu verlagern. Damit es dazu kommt, müssen Cloud-Provider für Sicherheit und Verfügbarkeit auf Unternehmensniveau sorgen.

Der Bericht hält dazu viele interessante Details bereit. Wir sind gespannt auf Ihre Reaktionen und Meinungen; mit der Arbeit am Bericht 2014 haben wir bereits begonnen.

verizon_Enterprise_Cloud002
Was Unternehmen bei Cloud-Angeboten wichtig ist. Quelle: Verizon