Sven Mulder

ist Geschäftsführer und Vice President Central Europe, Southern East (SEE) und Russland bei CA Technologies. Seinen Twitter-Account finden Sie hier.

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Stiefkind Software-Entwicklungs-Projekte

Unternehmen starten mit eigenen Entwicklungen spät oder zu spät in den Markt und verschenken so Optionen. CA-Manager Christopf Rau bloggt heute auf silicon.de, dass das eigentlich nicht sein müsste. Neue Modelle und auch neue Technologien können Unternehmen dabei unterstützen, schneller mit Eigenentwicklungen die eigenen Ziele zu realisieren.

Unternehmen haben eine Mission: Innovationen vorantreiben. Deshalb investieren sie in die Entwicklung neuer Technologien und Produkte. Höher, schneller, weiter und am besten, bevor der Wettbewerb zuschlägt, ist die Devise. Doch neben dem Konkurrenzdruck erhöht sich auch der Druck durch die Kunden, die immer leistungsfähigere, aber auch günstigere Produkte und Services fordern.

Um Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig neue wirtschaftliche Potenziale zu identifizieren und auszuschöpfen, setzen Unternehmen dabei auf die Unterstützung von IT. Damit steigen auch die Anforderungen und Erwartungen an die eingesetzten Lösungen und Systeme: Kostenreduzierung, Umsatz und Effizienzsteigerung, mehr Wettbewerbsfähigkeit und so weiter und so weiter. Dies stellt Anbieter von IT-Lösungen und IT-Abteilungen vor neue Herausforderungen – allen voran die Softwareentwickler. Gerade Softwareprojekte stehen und fallen mit der Tatsache, ob sie pünktlich, präzise und im vereinbarten Budgetrahmen geliefert werden können. Jedoch ist dies in den wenigsten Fällen ohne Probleme möglich. Softwareentwickler stoßen auf Hürden, wie etwa die eingeschränkte Nutzung der Systeme für Tests, da diese den Betrieb für bestimmte Zeit beeinträchtigen. Wie gelingt es also eine Software schnell und kostengünstig zu entwickeln und erfolgreich beim Kunden einzuführen?

Die Lösung? DevOps (Kombination aus Development und Operations). Die Softwareentwicklungsmethode betont die Kommunikation, Zusammenarbeit und Integration zwischen Softwareentwicklern und IT-Experten. Im Idealfall unterstützt die Methode Unternehmen dabei, Anwendungen und Services schneller zu entwickeln, bereitzustellen und somit Innovationen voranzutreiben – und dies, bevor der Wettbewerb aus dem Quark kommt.

Verdeutlicht wird dies durch die Studie “Business Benefits of Service Virtualization”. Die Studie hatte im Sommer 2012 das Marktforschungsunternehmen Coleman Parkes im Auftrag von CA Technologies durchgeführt und diskutiert, inwiefern die geschäftlichen Anforderungen und Erwartungen des Unternehmens die Softwareentwicklung und Testprojekte beeinflusst.

Laut Studie setzt fast ein Drittel der befragten deutschen Unternehmen neue Anwendungen zu spät produktiv ein, weil der Applikations-Entwicklungs-Lifecycle zu langsam ist. Und auch die späte Auslieferung von Applikationen an Stammkunden, wirkt sich kurz- oder langfristig, negativ auf Kundenbeziehungen aus.

Also was tun? Wie können Unternehmen dem entgegenwirken? Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (44 Prozent) sieht die Lösung in der Optimierung von Entwicklungsprozessen, kombiniert mit schnelleren, verbesserten und effektiveren Tests und hat sich deshalb entschlossen, auf cloud-basierte Entwicklungs- und Testumgebungen umzusteigen oder agilere Entwicklungsmethoden einzusetzen (49 Prozent).

Service Virtualisierung ist hier das Zauberwort. Wie funktioniert das Ganze? Über spezielle Lösungen wie etwa CA LISA können IT-Teams für die Entwicklung und das Testen von Software eine virtuelle Service-Umgebung einrichten. Diese Umgebung empfindet eine reale Produktionsumgebung nach und hat die Fähigkeit, variable Parameter einzustellen, um verschiedene Szenarien zu testen. Durch die virtuelle Testumgebung, können Fehler frühzeitig erkannt werden, was die Fehlerquote für den späteren produktiven Einsatz erheblich reduziert.

Weiterhin wird der Produktivbetrieb durch die abgekoppelte Entwicklung und die Tests nicht eingeschränkt oder gestört. Dies spart somit nicht nur Kosten für Personal, sondern auch Zeit für die Planung und Entwicklung. Das Endergebnis: Erheblich weniger Probleme beim Probebetrieb, Schwachstellen werden frühzeitig erkannt und können behoben werden, weniger Budgetaufwand für die Applikations-Entwicklung, flexible Anpassung an Kundenanforderungen, schnellere Lieferzeiten für erhöhte Kundenzufriedenheit und ein schnelles Time-to-Market. So unterstützt die virtuelle Service-Umgebung das DevOps-Konzept, da die Entwicklung einfacher, schneller und flexibler wird, besser auf die Bedürfnisse des IT-Betriebs eingegangen werden kann und das ohne die Stabilität des IT-Betriebs zu gefährden.

Das Konzept der Service Virtualisierung bietet Unternehmen die Chance, Ressourcen, wie etwa Zeit, Personal oder auch Equipment, besser zu nutzen. Dies dient letztlich nicht nur der Produktivität sondern ermöglicht es einem Unternehmen auch Kunden schnell, flexibel und kostengünstig Produkte zur Verfügung zu stellen.