Georgios Rimikis

Dr. Georgios Rimikis ist Senior Manager Solutions Strategy bei Hitachi Data Systems.

Die zehn wichtigsten Trends für CIOs

0 5 Keine Kommentare

Was wird in den nächsten Monaten wichtig? Georgios Rimikis von Hitachi Data Systems gibt einen Ausbilck auf die aus seiner Sicht wichtigsten Trends.

  1. In-Memory-Datenbanken gewinnen an Boden:

In den Echtzeit-Umgebungen der Gegenwart stellt Geschwindigkeit bei Reports und Analysen einen klaren Wettbewerbsvorteil dar. Aus diesem Grund wird die Umstellung auf In-Memory-Datenbanken weiter an Dynamik gewinnen. Entwicklungen wie die Verschmelzung der SAP Business Suite auf die HANA In-Memory-Datenbank mit S/4 HANA und die Entstehung von konvergenten Lösungen und Cloud-Serviceanbietern werden die IT vereinfachen und die Migration erleichtern.

  1. Data Warehouses wandeln sich zu Data Lakes:

Big-Data-Analytics steht für die Verarbeitung großer Mengen heterogener Daten aus unterschiedlichen Quellen und Wissensgebieten. Data Lakes bieten die Möglichkeit, Datenquellen in ihrem ursprünglichen Zustand bereitzustellen, um sie dann mit den jeweils gewünschten Anwendungen analysieren zu können. Dabei können bestehende Data Warehouses übernommen und weiter genutzt werden.

  1. Flash-Systeme ersetzen Hochleistungs-Festplatten:

Seit der Verfügbarkeit von Multi-Terabyte-Flash-Modulen kann die Flash-Technologie mit High-Performance-Festplatten (15K RPM) in Kapazität und Preis konkurrieren. Im Ergebnis werden die meisten Speichersysteme, die im Jahr 2016 ausgeliefert werden, einen Anteil an Flash-Kapazität enthalten, um Reaktionszeiten zu steigern und die Kosten für die Verwaltung der Speicherleistung zu reduzieren. Danach werden sukzessive weitere Festplattenklassen durch Flash abgelöst, die Zukunft ist „All-Flash“.

  1. DevOps für die schnellere Bereitstellung von Anwendungen:

Die Softwareentwicklungsmethodologie DevOps erlaubt, dass Betriebs- und Entwicklungsingenieure bei der Softwareentwicklung über den gesamten Applikationszyklus eng zusammenarbeiten. Die effizientere Zusammenarbeit sorgt für eine höhere IT-Performance und hilft Unternehmen dadurch, Erfolgskriterien wie Rentabilität, Marktanteil und Produktivitätsziele schneller zu erreichen und damit ihre Wettbewerbsposition zu verbessern.

  1. IT-Kompetenzen im Wandel:

Immer noch müssen IT-Abteilungen einen Großteil ihrer Zeit mit aufwendigen Routinearbeiten verbringen, etwa dem Management und Betrieb der Infrastruktur. Die Herausforderungen der Digitalen Transformation erfordern aber ganz andere Kompetenzen: Cloud, Analytics, DevOps, mobile und geschäftsorientierte Unternehmenslösungen müssen gepflegt und (weiter)-entwickelt werden. Die Herausforderung besteht darin, Routinetätigkeiten soweit möglich zu automatisieren, um dadurch den nötigen Freiraum für die wirklich wichtigen Themen zu schaffen. Hier sind Unternehmen und IT-Führungskräfte gefordert.

  1. IT übernimmt das Ruder bei Bereitstellung von Analyseplattformen:

Business Leader werden künftig bei IT-Investitionen stärker auf Analyseplattformen setzen. Damit erkennen sie an, dass die IT ein tieferes Verständnis für die geschäftlichen Anforderungen in puncto Sicherheit, Datenschutz, Integration und Service Level der Geschäftsprozesse besitzt. Damit führt die IT kein Schattendasein mehr, die einzelnen Geschäftseinheiten werden nicht länger eigene Analyseplattformen und -Tools beschaffen sowie eigene Datensilos aufbauen.

  1. Konvergente Lösungen ersetzen Referenzarchitekturen:

Bisher stellen Anbieter Referenzarchitekturen bereit und zeigen anhand von Best Practices, wie Anwendungen genutzt werden sollten. Zukünftig werden sie dazu übergehen, diese Best Practices als implementierte Vorlagen über konvergente Lösungen zu liefern. Mit einer konvergenten Infrastruktur können IT-Ressourcen zusammenhängender gesteuert werden, was eine höhere Kosteneffizienz und Zeitersparnis ermöglicht.

  1. Vorbereitung auf die nächste Cloud-Generation:

Bewährte Methoden können Business Leader bei der optimalen Nutzung von Cloud-Ressourcen und der Auswahl geeigneter Anbieter unterstützen. Dazu zählen die Entscheidung für den am besten zur jeweiligen Aufgabe passenden Cloud-Service, optimierter Einsatz von Integratoren bei der Einbindung von Cloud-Services in die vorhandene IT-Infrastruktur und die Berücksichtigung weiterer Faktoren, wie dem Potenzial der Cloud zur  Optimierung des Geschäftsbetriebs und zur Steigerung der Mitarbeitereffizienz.

  1. IT-Infrastrukturunternehmen werden umgekrempelt:

Die IT konzentriert sich verstärkt auf die Bereitstellung von Anwendungen, Analytics und das Internet der Dinge (beziehungsweise dem Internet der wichtigen Dinge, wie wir bei Hitachi sagen). Auf lange Sicht müssen die Unternehmen IT und Betriebstechnik verflechten, um relevante Lösungen rund um das Internet der Dinge zu liefern, etwa in Bereichen wie öffentliche Sicherheit, Transport, Gesundheitswirtschaft und Life Sciences.

  1. IT übernimmt eine Führungsrolle:

Faktoren wie Social Media, Mobile, Analytics und Cloud haben für starke Veränderungen gesorgt. In diesem Wandlungsprozess wird IT eine proaktivere Rolle einnehmen. Der Wert von IT liegt vor allem in der Fähigkeit, Technologien den unternehmerischen Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz, Verfügbarkeit und Gemeinschaftsarbeit entsprechend zu integrieren. Wenn IT diese Führungsrolle nicht übernimmt, entstehen im Ergebnis Datensilos und doppelte Prozesse, die das Wachstum eines jeden Unternehmens hemmen.