CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
BEI ZDNET: Warum Android besser ist als Apples unflexibles iPhone OS
Anzeige
Montag, 15. März 2010 | 05:43 Uhr
CIO
Business-to-Business
Hungerlöhne und Vergiftungen

Katastrophale Zustände bei Handy-Zulieferern

silicon.de
|
Freitag, 1. Dezember 2006, 15:53 Uhr

Eine neue Untersuchung der niederländischen Organisation Stichting Onderzoeg Multinationale Ondernemingen (Somo) prangert katastrophale Zustände in den Handy-Fabriken an.

Hungerlöhne, Vergiftungen und 13-Stunden-Schichten seien bei den asiatischen Zulieferern von Motorola, Nokia und Co an der Tagesordnung, so das Resümee der aufwendig erstellten Feldstudie. Somo forscht seit den siebziger Jahren über die Arbeitsbedingungen und das Umweltverhalten multinationaler Konzerne. Auftraggeber von Somo sind unter anderem die EU-Kommission, niederländische Ministerien sowie Gewerkschaften.

Der Untersuchung zufolge würden in manchen Fertigungsstätten Arbeiter ohne Schutzkleidung hochgiftigen Stoffen ausgesetzt. Ein besonders krasses Beispiel sei der chinesische Zulieferer Hivac Startech – die Firma produziert für Motorola Acryl-Linsen für Handys, wofür auch giftige Chemikalien zum Einsatz kommen. Neun Arbeiterinnen hätten mit akuten Vergiftungserscheinungen in eine Klinik eingeliefert werden müssen – bei einer sei gar eine Abtreibung nötig gewesen.

Bei anderen Zulieferern würden die Arbeiter weit unter dem Mindestlohn bezahlt oder auch rechtswidrig zu vielen Überstunden gezwungen. Insgesamt rückt die Studie die weltgrößten Mobilfunkhersteller Nokia, Motorola, Samsung, Sony Ericsson und LG ins Zwielicht.

Die in der Studie beschriebenen Missstände seien keinesfalls Einzelfälle, sagte der Co-Autor der Studie Joseph Wilde gegenüber der Berliner Zeitung. "Es handelt sich um ein strukturelles Problem der gesamten Mobilfunkbranche." Durch den Preisdruck in der Branche und die daraus entstehenden "komplexen Lieferketten" hätten selbst Großunternehmen wie Nokia und Motorola den Überblick bei ihren Zulieferern längst verloren. Teilweise erstrecken sich die Lieferketten über bis zu zwölf verschiedenen Zuliefererfirmen.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in cio

Der silicon.de Wochenrückblick in Bildern

silicon.de zeigt Ihnen ab heute jeden Freitag die schönsten und interessantesten Schnappschüsse der Woche.
12. März 2010

Arbeitnehmer: Loyal in der Krise

Laut einer aktuellen Studie ist fast jeder vierte Beschäftige seinem Arbeitgeber gegenüber treuer als zuvor.
12. März 2010

Mozilla fordert aggressiv zum Firefox-Update auf

Nutzer von älteren Firefox-Versionen wird von Mozilla eindringlich mittels eines Pop-up-Fensters ein Update auf Firefox 3.6 ans Herz gelegt.
12. März 2010

Bitkom: Konzept für Cloud Computing

Mit Cloud Computing zeichnet sich in der IT aus Sicht des Branchenverbandes Bitkom eine grundlegende Veränderung ab.
12. März 2010

Nacktscanner belastet Geldbeutel der Fluggäste

Um den teuren Nacktscanner an Flughäfen bahnt sich ein neuer Konflikt zwischen EU-Ministerrat und Europaparlament an. Fluggäste sollen zukünftig ...
12. März 2010

neueste leserkommentare
12. März 2010 | 15:00 Uhr

wer Cloud nutzt ...

wird be(cloud). Vor allem die die nicht die Cloud vom Hersteller ihres vertrauens angeboten werden. Cloud kann aber auch sinnvoll von kleinen Anbietern für einen kleinen Kreis von Anwendern ... Mehr ...

zu Mit der Cloud Mouse durch die Datenflut
11. März 2010 | 20:47 Uhr

Wünsche an das iPhone

Das iPhone ist ein geniales Gerät, das aber an die zu kurze Leine genommen wird. Was dringend fehlt ist eine - reguläre - Möglichkeit, Daten vom PC auf das iPhone zu übertragen und dort ... Mehr ...

zu iPhone 4G: 25 Most-Wanted Features
11. März 2010 | 16:12 Uhr

@ Johannes Schlimm

Hallo Johannes Schlimm. es ging in diesem Artikel primär um das Reporting. Und hierfür wird, auch bei MS-Access Datenbanken, gern Excel verwendet. Der Vergleich ist also durchaus korrekt ... Mehr ...

zu FileMaker 11 mit neuem Reporting
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei