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Sonntag, 14. März 2010 | 19:54 Uhr
CIO
Strategie & Management

Dresden erforscht organische Leuchtdioden

Lutz Poessneck
|
Donnerstag, 30. Oktober 2008, 16:01 Uhr

Glühbirne ade – schon bald sollen organische Leuchtdioden Licht in Räume bringen. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat in Dresden ein 'Zentrum für Organische Materialien und Elektronische Bauelemente' eröffnet, das organische Leuchtdioden erforschen wird.

Strahlend hell, brillant und flexibel – so soll die Zukunft aussehen: Großflächige Panels oder Folien beleuchten Zimmer anstelle von Glühbirnen oder flackernden Neonröhren. Möglich machen das leuchtende Kunststoffe: organische Licht emittierende Dioden, kurz OLEDs.

Fotogalerie: Eine Reise durch Silicon Saxony

AMD, Toppan Photomasks und Infineon errichteten 2002 ein Maskenzentrum – das 'Advanced Mask Technology Center' (AMTC).Foto: AMTC
Im AMTC werden lithographische Masken entwickelt. Im Gebäude befindet sich auch Toppan Photomasks Deutschland. Die Mitarbeiter beider Firmen arbeiten gemeinsam in einem 1400 qm großen Reinraum.Foto: AMTC
In Dresden stehen die beiden wichtigsten AMD-Fabriken: die Fab 30/38 und die Fab 36. Etwa 2800 Menschen sind direkt bei AMD Deutschland beschäftigt, 5000 weitere bei Zulieferern.Foto: AMD

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OLEDs sind Bauelemente aus ultradünnen organischen Schichten, die beim Anlegen einer Spannung Licht aussenden. Sie gelten als Zukunftstechnologie für Displays und Beleuchtung. Als Flächenstrahler liefern sie ähnlich wie Tageslicht eine diffuse Helligkeit. Weitere Vorteile: Sie lassen sich auf beliebige Flächen aufbringen und brauchen nur wenig Strom.

Designer haben bereits erste OLED-Lampen entwickelt. Doch damit sich die neuen Beleuchtungssysteme auf dem Massenmarkt behaupten können, müssen sie sich kostengünstig fertigen lassen. "Die Industrie für organische Beleuchtung wird nur entstehen, wenn wir in Europa nicht nur entwickeln und das Design vorgeben, sondern auch hier herstellen", sagte Professor Karl Leo, Institutsleiter des Dresdner Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS.

Im neuen 'Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden' (COMEDD) arbeiten Fraunhofer-Forscher an der Entwicklung und Pilotfertigung organischer Leuchtdioden, die auf kleinen Molekülen basieren. Insgesamt 25 Millionen Euro investierten die Bundesregierung, der Freistaat Sachsen und die Europäische Union in das Zentrum.

Aufgabe des COMEDD ist die Entwicklung kostengünstiger und produktionstauglicher Prozesse für organische Halbleiterbauelemente und organische Solarzellen. "Mit COMEDD etablieren wir ein europaweit führendes Zentrum für organische Halbleiter, das produktnahe Forschung und Entwicklung sowie die Umsetzung der Forschung in die Pilotfertigung ermöglicht", so Leo.

Kernstück des Zentrums sind mehrere Vakuumbeschichtungsanlagen. Für die Fertigung von OLEDs auf Glassubstraten wird eine neuartige Beschichtungslinie für Glas und Folien von Sunic System aus Südkorea in Kooperation mit der Aixtron AG Deutschland installiert. Diese Linie ermöglicht es, neue Prozesskonzepte zu evaluieren. Für die Entwicklung und Herstellung von OLED-Beleuchtungsmodulen auf flexiblen Substraten bietet COMEDD eine Rolle-zu-Rolle-Beschichtungsanlage der Dresdner Firma Von Ardenne Anlagentechnik.

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