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Montag, 15. März 2010 | 05:20 Uhr
CIO
Wirtschaft
Mitsprache

EU stellt RFID-Kummerkasten online

silicon.de
|
Donnerstag, 6. Juli 2006, 14:09 Uhr

Die EU will nun in einem Online-Forum Stimmen für und wider die RFID-Technologie sammeln und auswerten.

"Your Voice in Europe" nennt sich das Portal, bei dem Bürger und andere Interessensvertreter ihre Meinung zu allen möglichen Themen, die die Staatengemeinschaft betrifft, kundtun können. Nun gibt es hier auch ein Forum für die Funkttechnologie RFID.

Dieser Initiative waren monatelange Gespräche mit Vertretern aus der Industrie vorangegangen. "Die Entwicklung der RFID-Technologie ist noch im vollen Gange, und es ist derzeit noch schwer, ein abschließendes Wort über Möglichkeiten und Gefahren zu sagen", heißt es auf dem Portal.

Anders als die Industrie, beschäftigt sich die EU in dieser Hinsicht erst seit 2006 offiziell mit dem Thema. So wurden in Brüssel einige Workshops und Seminare zu dem Thema abgehalten, mit Regierungen und auch mit Unternehmen. Dabei sollten möglichst alle Aspekte der Technologie abgedeckt werden.

Die Online-Diskussion soll nun weitere mögliche Auswirkungen der Technologie, wie etwa die wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen beleuchten. Auf der 'Tagesordnung' der verschiedenen Workshops stehen natürlich auch strittige Themen, wie etwa Sicherheit, Auswirkungen auf die Gesundheit, Datenschutz und Schutz der Privatsphäre. 

Die Diskussionsbeiträge und Eingaben sollen anschließend gesammelt und ausgewertet werden. Ende 2006 soll dieses Material dann an das Parlament übergeben werden. Verglichen mit der Wirklichkeit, scheint dieses Forum schon etwas angestaubt. Viele Unternehmen etwa des Einzelhandels, wie die Metro-Gruppe, haben ihre Warenkette bereits teilweise mit diesen Chips ausgestattet.

Einige EU-Staaten erwägen zudem, ab dem Sommer Ausweise und Reisepässe mit der Funktechnologie ausrüsten. In den Chips sollen dann biometrische Daten wie Fingerabdrücke gespeichert werden.

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