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Freitag, 12. März 2010 | 04:03 Uhr
CIO
Wirtschaft

EDS schließt Standorte in Deutschland

Dietmar Müller
|
Freitag, 3. Juli 2009, 11:04 Uhr

Nach der Übernahme des Dienstleisters EDS hatte HP den Abbau von über 9000 Stellen in Europa angekündigt. Daraufhin kam es zu massiven Protesten und einem Streik. Heute haben sich die Geschäftsführung und der Gesamtbetriebsrat der EDS Operations Services GmbH (EDS OS) geeinigt.

Die Einigung umfasst folgende Punkte:

  • Die Zahl der noch abzubauenden Stellen wird auf 500 begrenzt.
  • Es wird ein Freiwilligenprogramm angeboten.
  • Es wird eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft eingerichtet.
  • Es wird ein Weiterqualifizierungsbudget zur Verfügung gestellt.
  • Der Standort Wuppertal bleibt erhalten.
  • Die Standorte Essen, Köln Bonner Straße, Leuna und Ludwigsburg werden geschlossen.
  • Von den fünf genannten Standorten sollen mindestens 180 Positionen im Unternehmen verbleiben.

EDS beschäftigt in Deutschland insgesamt fast 3500 Mitarbeiter an über 50 Standorten. EDS OS ist mit rund 2800 Mitarbeitern die größte Geschäftseinheit von EDS in Deutschland und erbringt überwiegend IT-Services im Infrastrukturbereich. Der größte Standort der EDS Operations Services GmbH befindet sich in Rüsselsheim. Darüber hinaus gehören zur EDS Gruppe in Deutschland die EDS Business Solutions GmbH, die EDS Application Services GmbH und die EDS Mid-market Solutions GmbH.

Gewerkschaftsfunktionäre hatten in den vergangenen Wochen kritisieren, dass der Konzern trotz steigender Gewinne an den Stellenstreichungen festhalte. Der Service-Bereich EDS OS sei mit 1,123 Milliarden Dollar der profitabelste Bereich bei HP. Außerdem prangern sie in ihrer Streikzeitung die an das EDS-Topmanagement gezahlten Abfindungen in Höhe von über 131 Millionen Dollar sowie den Gehaltszuwachs der HP-Vorstände in Höhe von rund 68 Millionen Dollar an.

Hewlett-Packard hatte EDS im August 2008 übernommen. Tarifverhandlungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten, von Arbeitsbedingungen beim Übergang zu HP sowie über Entgelterhöhungen hat die EDS-Führung laut IG Metall trotz einiger Warnstreiks abgelehnt. In einer Urabstimmung Ende Mai sprachen sich daraufhin fast 92 Prozent der befragten Gewerkschaftsmitglieder bei EDS für einen Streik aus.

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