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CIO / CEO
Wirtschaft

Eine SOA, die Katastrophen meistert

Martin Schindler
|
Dienstag, 11. August 2009, 14:40 Uhr

Der Rhein tritt über die Ufer und zahlreiche Bewohner aus Leverkusen und Köln müssen gerettet werden. Dabei gilt es nicht nur verschiedene Organisationen zu koordinieren, sondern auch eine Vielzahl von Informationen möglichst schnell zu sammeln und aufzubereiten.

Polizei, Feuerwehr, Einsatzstäbe der Behörden, das Rote Kreuz und verschiedene andere Organisationen müssen, wie hier im Beispiel, der Hochwasserkatastrophe möglichst schnell und möglichst reibungslos zusammenarbeiten. Dabei ist es entscheidend, dass all diese unterschiedlichen Stellen zeitgleich Zugriff auf die gleichen Informationen haben.

Fotogalerie: Eine SOA, die beim Helfen hilft

Es brennt und die Feuerwehr rückt aus und löscht. Eigentlich ganz einfach. Doch ist die Realität längst nicht immer so einfach. Zahlreiche Stellen neben der örtlichen Feuerwehr, wie die Polizei und Hilf-sorganisationen sowie der Deutsche Wetterdienst wollen bei größeren Einsätzen koordiniert werden.
Das Forschungsprojekt 'Service-orientierte ArchiteKturen zur Unterstützung von Netzwerken im Rahmen Oeffentlicher Sicherheit', kurz SoKNOS, hat sich zum Ziel gemacht, eben diese Integration zu gewährleisten.
Dabei sollen unter der Federführung von SAP Konzepte entwickelt und erforscht werden, die es staatlichen Organen, Unternehmen und andere Organisationen im Bereich öffentlicher Sicherheit ermöglicht, sämtliche Informationen in einer Oberfläche zu organisieren. Am SAP-Standort CEC in Darmstadt feilen derzeit rund 60 Forscher an neuen Konzepten und der Umsetzung. Die Ente im Bild schwimmt übrigens in einem Simulator für Pegelstände. Diese Informationen sollen dann in das System gefüttert werden.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Und hier setzt das Forschungsprojekt 'Service-orientierte ArchiteKturen zur Unterstützung von Netzwerken im Rahmen Oeffentlicher Sicherheit', kurz SoKNOS, an. Zum einen sollen die Informationssysteme der einzelnen Stellen und Behörden über Service-orientierte Architekturen mit einander verbunden werden. Kein Wunder also, dass daher das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegebene Projekt unter der Leitung des Softwareherstellers SAP steht.

Aber die Integration der einzelnen Systeme ist nur ein Teil dessen, was die rund 60 Forscher in SAPs Future Public Security Center in Darmstadt erarbeiten. Vielmehr entwickelt das Team unter der Leitung von Thomas Ziegert neue Konzepte, neue Darstellungsformen und auch neue Wege, wie sich über Web-Dienste Informationen wie Wettervorhersagen, Geo-Informationen oder Lokalisierungen der Einsatzkräfte in einer einheitlichen Oberfläche zusammenfassen lassen.

SoKNOS
So ein Riesen-Touch-Screen könnte bald bei der Katastrophenbekämpfung für Übersicht über zahlreiche relevante Informationen sorgen.
Foto: Martin Schindler

Anhand von Geländedaten, Gebäudeinformationen, der Windrichtung, dem Pegelstand sowie Informationen über die Erreichbarkeit des Geländes sollen sich in der Strukturierungsphase nach dem Eintreten einer Katastrophe Einsätze deutlich schneller und präziser planen lassen, so eine Vision des Forschungsprojektes SoKNOS.

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