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Dienstag, 9. Februar 2010 | 11:41 Uhr
Hardware
Netzwerk & Storage

Wikipedia lässt jetzt auch Nachrichten schreiben

silicon.de
|
Mittwoch, 1. Dezember 2004, 16:49 Uhr

Nach denselben Regeln, nach denen die beliebte Enzyklopädie Wikipedia funktioniert, soll bald ein Nachrichtenportal aufgebaut werden.

Nach denselben Regeln, nach denen die beliebte Enzyklopädie Wikipedia funktioniert, soll bald ein Nachrichtenportal aufgebaut werden. Hier kommen die Autoren, die die Einträge für die Open-Source-Plattform schreiben dazu, ihre journalistischen Fähigkeiten zu erproben. Wikinews basiert auch auf der Open-Source-Softwareplattform Wiki und wird ebenfalls als kollektive Arbeit angefertigt. Dabei zählt wie bei dem Online-Lexikon: Jeder darf etwas beitragen und ist dazu berechtigt, die Einträge zu korrigieren, zu ergänzen und mit eigenen Beiträgen eventuell gefundene Fehler auszumerzen, solange die Änderungen festgehalten werden.  Die Wikinews sollen im Gegensatz zu den bisher eingestellten Hintergrundberichten, die einen Zusammenhang oder Fakt erklären sollen, eher aktuellen Wert haben und als Nachrichtenseite funktionieren.

Dabei können sich die Reporter in spe bald problemlos akkreditieren lassen. Im Gegensatz zum Sammeln bereits vorhandener Nachrichten wollen die Betreiber, die sich in dem Open-Source-Forum Wikimedia Foundation zusammengefunden haben, überwiegend Originale einstellen. Also selbst recherchierte Exklusiv-Stories. Das engt zwar die Zahl der Nachrichten zumindest am Anfang ein, jedoch hofft der Initiator der Enzyklopädie, Jimmy Wales, dass sich das bald ändert. Wikinews wolle unabhängig und aktuell berichten. Schließlich habe Wikipedia auch bei Null angefangen – jetzt gibt es dort über 1 Million Einträge in 75 Sprachen, die zu den verschiedensten Themen von allgemeinem Interesse Auskunft geben wollen.

Er vertraut auch bei den Schreibern künftig auf die "Wikisophie": Der Schreibstil sollte so sein, dass er "überleben" kann und dies kann er nur, wenn er von einer breiten Leserschaft als attraktiv empfunden wird. Nach Ansicht des Medienprofessors Alex Halavais von der Universität  Buffalo könnte diese Nachrichtenplattform im Erfolgsfall mit Portalen wie den ebenfalls kollektiv geführten Portalen Indymedia.org oder Südkoreas Ohmynews konkurrieren. Er erwartet aber etwas mehr Objektivität als bei den genannten Sites. Von Originalität kann einstweilen noch keine Rede sein – die Nachrichten, die momentan eingestellt sind, enthalten offizielle Verlautbarungen und Material von Nachrichtenagenturen.

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