CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
BEI ZDNET: ACTA-Abkommen: lückenlose Überwachung im Internet
Anzeige
Donnerstag, 18. März 2010 | 07:36 Uhr
Hardware
Server & Desktops
Gesundheitsschäden

IBM wegen Umweltverschmutzung verklagt

Elinor Mills und Harald Weiss
|
Freitag, 4. Januar 2008, 10:54 Uhr

Die Anwälte von 90 ehemaligen oder heutigen Anliegern eines IBM-Werkes haben eine Sammelklage gegen den Elektronikkonzern wegen Umweltverschmutzung eingereicht.

In der Sammelklage werfen die Anwälte IBM einen zu sorglosen Umgang mit den Umweltschäden vor, die durch die ehemalige Produktionsstätte verursacht sein sollen. So behaupten verschiedene Anwohner der Städte Edicott und Union im Staat New York, dass ihre Kinder angeborene Herzfehler haben und überdurchschnittlich viele Erwachsene an Nierenkrebs leiden.

Die Kläger führen diese Gesundheitsschäden auf ein Werk zurück, das IBM dort von 1924 bis 2000 betrieben hat. Das Werk soll Trichlorethylen (TCE) und andere giftige Chemikalien in erheblichen Mengen ungefiltert freigesetzt haben. "Eine permanente Giftwolke hat damals Pflanzen, Tiere und Menschen nachhaltig vergiftet", hieß es in der Klageschrift. In einer Erklärung haben die Anwälte weitere Klagen angekündigt, die IBM Körperverletzung und widerrechtliche Tötung vorwerfen.

Mit der Sammelklage wollen die Anwohner Schadenersatz für erlittene körperliche und materielle Schäden erstreiten sowie Geldstrafen und die Erstattung ihrer Anwaltskosten erreichen.

IBM behautet dagegen, dass die Anschuldigungen weder wissenschaftlich noch rechtlich haltbar sind. "Wir haben den Anwälten schon vorher mitgeteilt, dass wir hier keine Schuld tragen und wir werden diese Position auch mit allen Mitteln vor Gericht verteidigen", sagte IBM-Sprecher Michael Malloney.

Das umstrittene Werk war eines der ersten IBM-Produktionsstätten. Hier wurden unter anderen Schreibmaschinen, Mainframes, Motherboards und integrierte Schaltkreise hergestellt. Nach dem Verkauf des Werkes im Jahr 2002 hatte IBM mehr als zwei Millionen Dollar ausgegeben, um Umweltschäden zu beseitigen. Diese Maßnahmen hat die Klage jedoch als unzureichend bezeichnet.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in hardware

iPad-Zubehör kommt später

Wie AppleInsider berichtet, verschiebt Apple die Veröffentlichung von Zubehör-Artikeln für das iPad.
17. März 2010

Computer mit den Augen steuern

Die Universität Regensburg entwickelt ein System, mit dem Computer direkt mit den Augen gesteuert werden können.
17. März 2010

Neue 32nm Xeon 5600-Prozessoren von Intel

Zudem stellte das Unternehmen mit dem E5645 den ersten Sechskern-Prozessor für eingebettete Systeme vor.
16. März 2010

Apples iPad jetzt schon ein Verkaufsschlager

Apple hat angeblich über 90.000 iPads in sechs Stunden verkauft, heißt es in einer Hochrechnung von Analysten. Sie ermitteln die Verkaufszahlen ...
15. März 2010

Der silicon.de Wochenrückblick in Bildern

silicon.de zeigt Ihnen ab heute jeden Freitag die schönsten und interessantesten Schnappschüsse der Woche.
12. März 2010

neueste leserkommentare
17. März 2010 | 15:42 Uhr

Lizenzmodell nicht gleich Wartung

die SAP wollte ihr Wartungs- / Support-Modell ändern und nicht das Lizenzmodell. Nicht das hier Äpfel mit Birnen verglichen werden... Mehr ...

zu Microsoft stellt Select-Volumenlizenzmodell 2011 ein
17. März 2010 | 14:21 Uhr

60 % ???

"Weltweit ist Silverlight bereits auf fast 60 Prozent aller internetfähigen Geräte installiert. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 15 Prozent in nur vier Monaten." ???? Wenn ich mich ... Mehr ...

zu Microsoft frischt Silverlight auf
17. März 2010 | 12:08 Uhr

Wer hat Angst vor Google

Seitdem ich diese Doku gesehen habe, hat sich mein Bild von Google deutlich gändert: Wer hat Angst vor Google? Sehr zu empfehlen! Mehr ...

zu Die Qual der Browserwahl
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei