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Donnerstag, 9. September 2010 | 09:55 Uhr
Hardware
Server & Desktops

Das blaue Imperium schlägt zurück

Rudi Kulzer
|
Donnerstag, 22. Juli 2010, 14:00 Uhr

IBM und seine Großrechner stehen unter Druck, wie das jüngste Quartalsergebnis zeigt. Doch Big Blue hat in den vergangenen drei Jahren und mit einem Aufwand von 1,5 Milliarden Dollar daran gearbeitet, seinen Großkunden weiter Mainframe-Systeme der Zukunft zur Verfügung zu stellen.

IBM hat am 22. Juli 2010 in New York einen neuen Mainframe-Server und eine neue System-Architektur vorgestellt. Das neue 'zEnterprise' genannte Großrechner-System gibt Kunden die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit weiteren Hardware- und Architekturkomponenten, verschiedene Anwendungs-Workloads ohne Bruch auf den Hardware-Plattformen Mainframe, IBM Power 7 und x86 System durchgängig zu bearbeiten.

Als Betriebssystem können dabei z/OS (Mainframe), IBM AIX (Unix) sowie Linux plattformübergreifend genutzt werden. Von einem Einsatz von Windows ist derzeit nicht die Rede, obwohl künftig auch die Hardware-Plattform x86 bedient wird, allerdings nur für Linux.

Als wichtigste Komponenten sind neben der neuen zEnterprise-Mainframe-Einheit die IBM zEnterprise BladeCenter Extension (zBX) als Sitz der Anwendungen sowie der IBM zEnterprise Unified Resource Manager (zManager) als Chefdirigent an der Konsole zu nennen. Beide Hardware-Komponenten finden sich wie schon bei den Vorgängermodellen in den bekannten schwarzen Schränken, der digitale Manager auf einem PC-Server, der die Konsole steuert.

Die IBM sieht den Entwurf des neuen kompakten Enterprise-Systems als Antwort auf klassische Probleme der Rechenzentren. Dort laufen die klassischen Mainframe-Struktur und die dazugehörende Datenbank in einem "Silo", die Programme der Anwendungen in einem anderen, obwohl diese doch zusammenarbeiten müssen. Das führte bisher zu starken zeitlichen Verzögerungen, unerwünschten Medienbrüchen und damit verbunden erhöhten Kosten.

Fotogalerie: IBMs Power 750-Server zerlegt

Tower of Power7. Mit der jüngsten Ausgabe der IBM-CPU hat der Hersteller die Leistung des Server signifikant nach oben geschraubt, dabei aber den Stromverbrauch und die entstehende Abwärme konstant gehalten. Wir haben uns von dem IBM-Techniker Martin Springer den Power 750, das kleinste Modell der neuen Server-Generation, zeigen lassen. Und zwar ganz genau.
In dem Rack ist oben der Power 750 zu sehen. Links hinter dem Lochgitter verbergen sich zwei Module für die Stromversorgung. Rechts oben eine USB-Platte, eine noch verhältnismäßig junge Technologie, die das Band-Backup-ablösen soll, das an seine Leistungsgrenzen gestoßen ist. Darunter 8 Festplatten, von denen in erster Linie virtuelle Maschinen gebootet werden.
Zwischen USB-Platte und den Festplatten liegt linkerhand eine kleine Mini-Management-Console mit USB-Anschluss, daneben befindet sich ein DVD-Laufwerk.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

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