CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
BEI ZDNET: BSI-Grundschutz: Lohnt sich die Umsetzung doch?
Anzeige
Montag, 8. Februar 2010 | 23:55 Uhr
Seitenblicke
Web

Web 2.0 kann nächste Bundestagswahl entscheiden

Kathrin Schmitt
|
Montag, 2. Juni 2008, 10:25 Uhr

US-Präsidentschaftskandidat Barrack Obama schreibt einen Blog und nutzt den Micro-Blogging-Service Twitter. Jetzt diskutieren Experten aus Deutschland mit Vertretern der US-Handelskammer 'AmCham' in Deutschland, ob solche Mittel des Web 2.0 auch in Deutschland funktionieren und ob sie Einfluss nehmen könnten, beispielsweise auf die nächste Bundestagswahl.

Im Mittelpunkt der heutigen Spring Membership Conference des Telecommunications, Internet, and Media (TIM) Committee der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) steht das "Web 2.0". Experten aus Politik, Wirtschaft und Medien diskutieren eine Vielzahl aktueller Aspekte - von "Politischer Kommunikation 2.0" mit Blick auf den laufenden US-Wahlkampf und die nächste deutsche Bundestagswahl, bis hin zum Spannungsfeld zwischen freiem Informationsfluss und dem Schutz persönlicher Daten in Social Networks.

In seiner Keynote "US-Wahlkampf 2.0" beleuchtete Klaus Eck, Kommunikationsberater und Herausgeber des Online-Journals PR Blogger, zunächst Erkenntnisse aus der Sicht eines Blog-Experten. Er sagte bei der Veranstaltung in der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund in Berlin: "Der US-Wahlkampf ist der deutschen Politik um Lichtjahre voraus. Hierzulande finden nur wenige Politiker ins Web 2.0 und zeigen sich nicht besonders risikofreudig. Demgegenüber wäre der Wahlkampf Barack Obamas ohne Online Campaigning gar nicht mehr denkbar."

Seiner Ansicht nach spiele der "voraussichtliche Kandidat der US-Demokraten geradezu brilliant" auf der Klaviatur der Web 2.0-Instrumente. Eck führte an, dass Obama bloggt, twittert, mehr als 800 Videos online stellt und aktiv Social Networks wie MySpace und Facebook nutzt. "Im Gegensatz zu den anderen Kandidaten kann er über das Internet sehr viele junge Menschen für sich mobilisieren und erhält zudem auf diesem Wege viele Spenden", argumentierte Eck.

Nicht nur die Bedeutung des Parlaments als des Ortes öffentlich wahrgenommener Debatten sei rückläufig, auch Talkshows und das Fernsehen im Allgemeinen seien bei jungen Menschen in der Defensive, hieß es von der Konferenz. Dagegen seien aktive Teilnahme an Blogs, Video-Communities und Sozialen Netzwerken hoch im Kurs bei der Generation Internet, der ersten digital sozialisierten Generation. "Wird die nächste Bundestagswahl also im Netz entschieden?", fragte etwa Moderator Peter Turi vom Mediendienst turi2 die Teilnehmer aus Politik und Medien. Er stellte klar die These auf: "Die nächste noch nicht, aber spätestens die übernächste - weil das Internet die Art zu kommunizieren vor allem bei der jüngeren Generation radikal ändert."

  1 | 2 | 3 Seite 2/3 »
 
Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in seitenblicke

Immer mehr Nutzer melden illegale Inhalte im Web

Die Internet-Beschwerdestelle vom eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter ...
08. Februar 2010

Der neue Power7-Prozessor von IBM

IBM hat den Power7-Prozessor und die dazugehörigen Server-Systeme IBM Power 780, 770 und 755 vorgestellt. Die Prozessorstruktur vereint ...
08. Februar 2010

Olympische Winterspiele live im Netz

IT-Profis können zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver live mitfiebern, ohne den PC verlassen zu müssen.
08. Februar 2010

Wie soziale Netze unser Leben verändern

Die "partizipative Nutzung" des Internet, oder salopp gesagt, das Web 2.0 verändert das Zusammenleben der Menschen. Ein jetzt veröffentlichter ...
05. Februar 2010

So misst SAP den Mehrwert von Enterprise Support

Mit dem Ende des obligatorischen Enterprise Support ändert SAP auch die Bemessungsgrundlage mit der Anwender den Nutzen nachvollziehen können.
05. Februar 2010

neueste leserkommentare
08. Februar 2010 | 15:54 Uhr

Warum in die Ferne schweifen...

Gravis hat 14000 Kunden befragt... 3 von 4 wollen sich ein Pad zulegen... Was soll man da noch sagen...? Mehr ...

zu Die Mehrheit will auf das iPad verzichten - scheinbar
08. Februar 2010 | 12:08 Uhr

Unterste Schublade

Oha, viel schlechter kann der Wochenrückblick wirklich nicht mehr werden. Achim Killer hat es wenigstens verstanden einen herrlich ironischen, aber meistens neutralen, Standpunkt auf die ... Mehr ...

zu Desktops: Die Erbsen im Microsoft-Bett
07. Februar 2010 | 18:06 Uhr

Intelligent Strom sparen

Jetzt reicht es den Internet-Suchmaschinen also nicht mehr ganz genau zu wissen, was man im Internet sucht und was die Nutzer ihres Mail-Services sich so schreiben. Sie wollen auch noch ... Mehr ...

zu Das Einmaleins des Smart Metering
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei

  • Digg
  • Del.icio.us
  • Webnews