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Management
Analyse

Studie ermittelt Kosten von Datenverlusten

Tom Espiner und Stefan Beiersmann
|
Dienstag, 26. Februar 2008, 14:39 Uhr

Eine von Symantec und dem Verschlüsselungsspezialisten PGP beauftragte Studie hat bei 21 britischen Unternehmen die unmittelbaren Folgekosten von Datenverlusten untersucht. Pro Datenverlust ermittelte die Studie eine finanzielle Belastung von durchschnittlich über 1,8 Millionen Euro.

Die am Montag vorgestellte Studie richtete sich vorrangig an Unternehmen aus dem Finanzsektor. Dabei wurden Verluste in der Größenordnung zwischen 2500 und mehr als 125.000 Datensätzen untersucht, die Kosten zwischen 110.000 und 5 Millionen Euro nach sich zogen. Als Durchschnittskosten nannte das Ponemon Institute, das mit der Durchführung der Studie beauftragt war, 62 Euro.

Im Nachgang zu einem Datenverlust beobachteten die Forscher eine signifikant erhöhte Kundenfluktuation sowie markant rückläufige Umsätze pro Kunde. Die daraus resultierenden Einnahmeverluste führten in der Regel auch zu höheren Ausgaben für Marketing und Werbung. Betroffene Unternehmen mussten ihren Ruf in der Öffentlichkeit wiederherstellen und neue Kunden gewinnen.

Der überwiegende Teil der Datenverluste ging mit 36 Prozent auf das Konto verlorener mobiler Geräte und Laptops. "Die meisten Laptops enthalten sensitive Daten", erklärte Guy Bunker, leitender Sicherheitsforscher bei Symantec.

Immerhin noch 24 Prozent aller verschwundenen oder kompromittierten Datensätze lagen in Papierform vor. "Das Problem hier ist die Entsorgung. Wird diese ausgelagert, dann werden die Datensätze außerhalb des Unternehmens vernichtet. Das wird aber in der Regel nicht kontrolliert", reklamierte Bunker.

Schadprogramme und Hackerangriffe seien in nur 9 Prozent der Fälle für Datenverluste verantwortlich. Nur 3 Prozent der Ereignisse waren auf kriminellen Vorsatz von Insidern zurückzuführen.

"Unternehmen sollten sich sehr genau die Sicherheitsvorschriften von Partnern und Lieferanten anschauen", mahnte Bunker. Auch wenn 62 Prozent der untersuchten Fälle durch Mitarbeiter des eigenen Unternehmens ausgelöst wurden, lagen 38 Prozent in der Verantwortung von Drittunternehmen.

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