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Management
Analyse

Warum Software-as-a-Service funktionieren wird

Sören von Varchmin
|
Mittwoch, 9. April 2008, 12:49 Uhr

Manch einer erinnert sich noch daran, wie mit Application Service Providing (ASP) vor rund einem Jahrzehnt Dienstleistern und Kunden "blühende Landschaften" versprochen wurden. Doch ASP wurde einer der größten Flops der jüngeren IT-Geschichte.

Denn mit ASP versuchten Dienstleister ihren Kunden über dünne Leitungen ressourcenhungrige Applikationen anzubieten, die für eine traditionelle Client-Server-Architektur gebaut wurden. Heute wissen wir: Das konnte nicht gut gehen. Mit Software-as-a-Service (SaaS) soll nun alles anders – und vor allem auch besser werden. Und dafür gibt es einen ganze Reihe guter Gründe:

SaaS-Anwendungen sind heute Webapplikationen, die speziell für den Einsatz im Internet geschrieben sind. Dank AJAX (Asynchronous JavaScript and XML) lassen sich moderne Webapplikationen genau so schnell und elegant bedienen wie lokal installierte Applikationen – was essentiell für die Akzeptanz bei den Anwendern ist! Im Gegensatz zu herkömmlichen Client-Server-Anwendungen ist bei SaaS keine weitere Installation und Pflege von Software auf den Computern der Benutzer notwendig. Ein Webbrowser genügt, und die Anwendung kann plattformunabhängig überall und jederzeit genutzt werden.

Webapplikationen entlasten die IT-Abteilungen entscheidend, da die Wartung der "fetten" Clients entfällt. Zudem übernimmt die Pflege der Serverhardware und -applikation der SaaS-Anbieter. Neue Anwender können online und im Handumdrehen dazubestellt oder gekündigt werden. Der Dienstleister übernimmt den Einkauf und die Verwaltung der entsprechenden Softwarelizenzen. SaaS reduziert den Verwaltungsaufwand im Unternehmen und sorgt dafür, dass Mitarbeiter im Unternehmen sofort produktiv sind.

ASP benötigte für jeden Kunden eine Installation auf einem physikalischen Server. Das ist zum Glück Historie. Zum einen sind die meisten SaaS-Applikationen mandantenfähig. Sprich, es können mehrere Kunden parallel und unabhängig voneinander von einem physikalischen Server bedient werden. Zum anderen ermöglichen die verschiedenen Möglichkeiten zur Virtualisierung – z. B. Betriebssystem-Virtualisierung oder mittels Hypervisor-Technologie - die vorhandene Hardware effizient zu nutzen, wodurch sich zusätzliche Kostenvorteile ergeben.

Das Internet ist im letzten Jahrzehnt Teil unseres Lebens geworden. 150 Millionen Webseiten und 1,5 Milliarden E-Mail-Accounts weltweit sind eindrucksvoller Beleg dafür. Möglich geworden ist dies nicht zuletzt durch schnellere und erschwingliche Zugänge zum Internet für Unternehmen, aber auch für Privatnutzer. Zudem sind Mitarbeiter heute wesentlich mobiler und arbeiten mit mehr als einem Computer. SaaS-Applikationen bieten hierfür die benötigte Flexibilität, um allzeit und überall mit dem Browser auf relevante Anwendungen und Daten zuzugreifen.

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