CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Management
B2B
Durchgesickert

EU erkennt Computerspiele als Kulturgut an

Dietmar Müller mit Material von pte
|
Freitag, 14. Dezember 2007, 14:57 Uhr

Die EU-Kommission hat vor, Computerspiele als Teil der Kultur zu bestätigen. Diese Information ist im Rahmen der Verleihung des Deutschen Entwicklerpreises in der Essener Lichtburg durchgesickert.

Bisher wurden Computerspiele lediglich als Konsumgut betrachtet. Verschiedene Bemühungen internationaler Verbände und Initiativen hatten in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, ein Umdenken in den Köpfen der Menschen in Gang zu setzen. Nun ist dies offensichtlich gelungen. Vertreter der Branche sprechen von einem Meilenstein für die Computerspieleindustrie und einem wichtigen Signal für die Öffentlichkeit. "Games sind ab sofort Kultur", verkündet etwa Stephan Reichart, Initiator des Entwicklerpreises für Computerspiele. Eine offizielle Stellungnahme aus Brüssel liegt bislang zwar noch nicht vor, soll aber in den nächsten Tagen folgen.

"Computerspiele vereinen alles, was wir seit Jahrzehnten als Kultur bezeichnen", erklärt Stephan Reichart, Hauptgeschäftsführer des G.A.M.E. Bundesverbandes der Entwickler von Computerspielen. Storytelling, Kinoeffekte, Emotionen, Erzählaspekte, orchestrale Musik - all diese Kunstelemente finde man heute auch in virtuellen Spielewelten wieder. Durch das Voranschreiten der technologischen Entwicklung könne man alle Elemente, die Kultur ausmachen, heute problemlos in Computerspiele integrieren. Insofern bestehe also kein wesentlicher Unterschied mehr zu anderen Bereichen wie dem Film, der eindeutig als Kulturgut anerkannt wird. "Der europäische Entwicklerverband hat am Mittwoch direkt von der EU-Kommission Informationen erhalten, denen zufolge Computerspiele als Teil der Kultur bestätigt werden sollen", schildert Reichart.

"Eine offizielle Bestätigung wäre vor allem ein wichtiges soziales Signal", meint der Branchenvertreter. Mit ihr würde letztendlich auch zum Ausdruck gebracht werden, dass die wirtschaftliche Bedeutung von Computerspielen von der Politik anerkannt werde. "Ich sehe diese Bestätigung als tollen ersten Schritt in die richtige Richtung an", so Reichart. Wichtig sei dieser Schritt vor allem auch deshalb, weil so die Gefahr reduziert werden könne, dass man in Deutschland den Anschluss an den Weltmarkt verliere. "Im Gegensatz zum US-Computerspielemarkt, der dem deutschen in vielen Bereichen weit voraus ist, hat man es hierzulande noch nicht geschafft, eine eigene Kulturszene im Bereich der Computerspiele zu etablieren", analysiert Reichart die Problematik. Gerade dieses Herausbilden einer eigenen Szene sei aber von entscheidender Bedeutung.

Eine willkommene Nachricht für die deutsche Computerspielebranche hatte bei der Preisverleihung auch Thomas Jarzombek, Landtagsabgeordneter und medienpolitischer Sprecher der CDU, im Gepäck. Er kündigte an , dass vom Bund erstmalig ein Innovationspreis für deutsche Computerspiele initiiert werde. Durch Fördergelder in der Höhe von 600.000 Euro wolle man das Zukunftspotenzial von Computerspielen unterstützen, so der CDU-Politiker.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Anzeige
Ausserdem neu in management

CEO-Karussell kostet HP 47 Millionen Dollar

Das Fiskaljahr 2011 war für Hewlett-Packard vor allem das Jahr von zwei CEOs: Leo Apotheker und Meg Whitman. Jetzt steht fest, wie viel ...
06. Februar 2012

Flugzeugabsturz: Micron-CEO tödlich verunglückt

Hobbypilot Steve Appleton starb beim Absturz einer kleinen Maschine nahe der Micron-Zentrale in Boise im US-Staat Idaho.
06. Februar 2012

Internet als Schlachtfeld des 21. Jahrhunderts

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz haben Experten vor den Gefahren der Cyber-Kriminalität gewarnt. Vor allem Eugene Kaspersky warnte ...
06. Februar 2012

neueste leserkommentare
06. Februar 2012 | 09:37 Uhr

Nachtrag zum Artikel

IBM crowd sourcing could see employed workforce shrink by three quarters http://tinyurl.com/23ara48 Quelle: Personnel Today, 23. April 2010 Mehr ...

zu IBM: Community statt Festanstellung
05. Februar 2012 | 19:42 Uhr

Schreibfehler !

Es muß heißen: Der als Kim Dotcom geborene Schmitz... Der Mann wird behandelt, wie ein Mörder. Das kann alles nicht normal sein. er sollte für sein geschäftliches Talent ausgezeichnet werden ... Mehr ...

zu Kim DotCom, Opfer brutaler Polizeigewalt
03. Februar 2012 | 12:48 Uhr

So ein Schmarrn!

Mit Verlaub die Frage, ob das hier "w i t z i g" gemeint sein soll? Wenn ja, dann ok. Wenn nein, dann muss ich mich schon fragen, was mit einem solchen Artikel bezweckt werden ... Mehr ...

zu Das Sturmtief Ansgar im Wasserglas
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Silicon Vorlagen für Business-Profis: Große Auswahl an Vorlagen zu Controlling mit Excel

Silicon Vorlagen für Business-Profis: Große Auswahl an Vorlagen zu Planung mit Excel

Teamleiter Versuch im Center of Competence Einrohrdämpfer (m/w)

bei ZF Friedrichshafen AG (Feste Anstellung)

Online Specialist (m/w)

bei Rodenstock (Feste Anstellung)

Assistant Manager (m/w) Advisory - Health Care/Sozialversicherung Hannover

bei KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei