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Microsoft greift bei Windows Light tief in die Trickkiste

silicon.de
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Mittwoch, 23. März 2005, 16:30 Uhr

Die Regulierungsexperten der Europäischen Union, die mit dem Fall Microsoft betraut sind, sind derzeit sehr beschäftigt.

Die Regulierungsexperten der Europäischen Union, die mit dem Fall Microsoft betraut sind, sind derzeit sehr beschäftigt. Gerade erst mussten sie sich mit der Frage beschäftigen, ob Redmond seinen Konkurrenten den Auflagen gemäß ermöglicht, sich über Server-Schnittstellen zu informieren. Jetzt steht die Frage im Raum, ob die abgespeckte Windows-Version, die seit Anfang des Jahres auf dem Markt ist, überhaupt voll funktionstüchtig ist.

"Die Kommission steckt weiter in einem Bewertungsprozess ... ob Microsoft die Forderung erfüllt, und eine voll funktionsfähige Windows-Version ohne Media Player anbietet", sagte Kommissionssprecher Jonathan Todd dem Wall Street Journal. "Genauer gesagt, muss die Kommission prüfen, ob Microsoft nicht irgendwelche kommerziellen, technologischen und vertraglichen Konditionen einsetzt, die die entbündelte Windows-Version weniger attraktiv und funktionsfähig machen würde."

Eben dies habe Microsoft nämlich angeblich gemacht, berichtet das Blatt und beruft sich dabei auf gut informierte Kreise. Demnach sei die Registry der entbündelten Version so verändert worden, dass es beispielsweise nicht mehr möglich sei, ein Video oder ein Audio-Clip fehlerfrei in einen Text oder ein Word-Dokument zu integrieren.

Microsoft-Sprecher Dirk Delmartino sagte dazu, jegliche Störungen in dem entbündelten Betriebssystem seien eine Folge der EU-Anordnung, den Media Player zu entfernen. Bereits früher hatte Redmond auf mögliche technische Probleme in diesem Zusammenhang hingewiesen. Während einer Anhörung vor dem Europäischen Gerichtshof im vergangenen Herbst hatte jedoch RealNetworks eine Windows-Version ohne Media Player vorgeführt - nach Angaben des Microsoft-Rivalen selbstentwickelt und ohne technische Probleme.

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