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VDE: Deutschland hat das Zeug zum RFID-Marktführer

silicon.de
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Freitag, 10. März 2006, 13:52 Uhr

Der Verband der Elektrotechnik (VDE) glaubt an den Standort Deutschland und sieht  für die Bundesrepublik gute Chancen, Weltmarktführer bei RFID zu werden.

Deutschland verfüge über hervorragende Softwarespezialisten und eine gute IT-Infrastruktur, beschrieb der VDE auf der CeBIT die hiesige Situation. Außerdem sei hierzulande traditionell der Bereich Systemtechnik stark. In seinem Innovationsreport konstatiert der Verband, als bahnbrechend könnte sich der Einsatz von RFID-Tags erweisen, die nicht mehr auf Silizium, sondern auf druckbaren organischen Halbleitern basieren.

Den bereits begonnenen Aufwärtstrend der Technologie unterstützt die Informationstechnische Gesellschaft im VDE (ITG) seit 2005 mit einer neuen Fachgruppe. Das Gremium soll aktiv bei den erforderlichen Standardisierungsprozessen mitwirken und will Technologieanbietern und Kunden eine Plattform für den Know-how-Transfer anbieten.

Nach Angaben der Frankfurter IT-Marktforschungsfirma Soren steht das RFID-Geschäft vor einem gewaltigen Boom. So soll sich der Markt 2004 mit rund 400 Millionen Euro auf über 2,5 Milliarden Euro im Jahre 2008 entwickeln. Nicht zuletzt deshalb ist der Nachfolger des Barcodes einer der Themenschwerpunkte der Messe. Und auch die EU hat den Zahn der Zeit offenbar erkannt. Laut der Kommissarin Viviane Reding hat die EU eine Anhörung zur Funktechnik RFID auf den Weg gebracht. "Wenn wir das Vertrauensproblem in die RFID-Technik nicht lösen, wird sie nicht durchstarten können", sagte Reding auf der CeBIT.

Wichtig sei vor allem ein einheitlicher Standard, nicht nur für Europa, sondern weltweit, hatte Reding auf der CeBIT erklärt. Viele Menschen hätten nach wie vor datenschutzrechtliche Bedenken gegen die neue Technologie, die nach Meinung vieler Experten schon bald unter anderem den Einkaufs-Alltag im Supermarkt revolutionieren könnte. Ende des Jahres will die EU-Kommissarin konkrete Vorschläge zum Thema vorlegen. Bis dahin werde sie sich mit Verbraucherschutzorganisationen, Wirtschaftsverbänden und Regierungen zusammensetzen.

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