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Oracle zahlt für Peoplesofts Sünden

silicon.de
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Mittwoch, 11. Oktober 2006, 15:25 Uhr

Oracle muss für die Sünden, die Peoplesoft begangen hat, büßen und 98,5 Millionen Dollar Strafe zahlen.

Die Summe soll einen Rechtsstreit beenden, bei dem Peoplesoft – Oracle hatte das Unternehmen Anfang 2005 übernommen – vorgeworfen wurde, sich nicht an Vertragsvereinbarungen gehalten zu haben.

Der Vertrag betraf das 'General Services Administration (GSA) Multiple Award Schedule (MAS)'-Programm. Es sieht vor, dass ein Unternehmen die Preise für Equipment und Wartung mit einer Bundesbehörde abstimmt und darauf aufbauend öffentliche Einrichtungen zu den verhandelten Konditionen beliefern kann.

Peoplesoft hat sich zwar an die Vereinbarung gehalten. Allerdings hat der Hersteller nach Aussage des Justizministeriums falsche Angaben gemacht und sich so günstigere Konditionen erschlichen.

Im Zeitraum von März 1997 bis September 2005 mussten daher öffentliche Einrichtungen höhere Lizenz- und Wartungskosten zahlen als rechtmäßig gewesen wäre. Laut des Justizministeriums handelt es sich bei der Summe um die höchste je unter GSA/MAS-Programm verhängte Strafe.

Der Rechtsstreit war mit dem Wissen eines Informanten ausgelöst worden. James A. Hicks erhält für die Weitergabe seines Wissens rund 17 Millionen Dollar aus dem Topf. Grundlage für die Zuwendung ist ein Gesetz, wonach derjenige eine bestimmte Summe der Gesamtstrafe erhält, der unrechtmäßig ausgegebene Bundesgelder anprangert, der Fall dann zu einem Gerichtsstreit führt und die Bundsbehörde obsiegt.

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