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Regelbruch im Web

Google schaltet Adsense-Kunden wegen Arbitrage ab

Kathrin Schmitt
|
Mittwoch, 23. Mai 2007, 15:03 Uhr

Google hat in den USA verschiedenen Webmastern das Wasser abgegraben und ihre Zugänge vorläufig gesperrt.

Der Grund: Sie sollen sich der 'Adsense Arbitrage' schuldig gemacht haben, und zwar über das erlaubte Maß hinaus. Sie erhielten, Berichten zufolge, einen "freundlichen Hinweis" von Google Adsense, dass ihr Account storniert werde.

Unter Adsense Arbitrage versteht man das billige Einkaufen von Adwords Traffic, also dem durch bestimmte kostengünstige Adwords generierten Web-Verkehr, beispielsweise das Adword "Uhr". Dieser wird dann von den Adsense-Kunden automatisiert auf Werbe-Sites, so genannte Landing Pages, umgeleitet. Webmaster schließen Partnerschaften mit Unternehmen ab, die Werbung schalten und leiten den Verkehr von ihren Seiten um, was zum Teil bei geringer Anfangsinvestition und wenig Aufwand durchaus etwas Geld bringt.

Die gesperrten Webmaster sollen dieses legale Verfahren jedoch übertrieben haben, indem sie die häufig vorkommenden, also billigen Adwords ersteigerten, einen mehr oder weniger künstlichen Bezug zum teuren Ziel (beispielsweise "Rolex") herstellten und die Nutzer auf besonders inhaltsleere und mit hochpreisiger Werbung versehene Sites umleiteten, wo sie dann für jeden Click kassierten.

Dem wolle Google Einhalt gebieten. In einigen Foren ist bereits die Rede davon, dass sich das Geschäftsmodell, das Google mit dem frei zugänglichen Adsense-Arbitrage-Verfahren anbietet, so nicht halten lasse. Zwar gehen die Adsense-Policies darauf ein, dass bei einer Umleitung des Verkehrs der inhaltliche Bezug zum Adword gegeben sein müsse. Doch wenige Adsense-Kunden halten sich daran, vermutete eine Sprecherin.

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