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Hintertüre

Microsoft will US-Richtlinien für Einwanderung umgehen

Ina Fried, Anne Broache und Katharina Guderian
|
Freitag, 6. Juli 2007, 10:34 Uhr

Nachdem ein entsprechender Gesetzentwurf in Amerika gescheitert ist, hilft sich Microsoft selbst und umgeht die amerikanischen Einwanderungsbestimmungen durch einen neuen Standort in Kanada.

Durch die US-Einwanderungsgesetze ist es schwierig, genügend qualifizierte ausländische Programmierer in den USA einzustellen. Deshalb plant Microsoft noch diesen Herbst ein Entwicklungs-Zentrum in Kanada zu eröffnen.

Das neue Zentrum für Software-Entwicklungen soll in Vancouver, British Columbia, entstehen. "Das Gebiet in Vancouver ist eine globale Schnittstelle mit einer sehr diversen Bevölkerung. Außerdem liegt es nahe an dem amerikanischen Unternehmenssitz in Redmond. Und vor allem ist es dort möglich, hoch qualifiziertes Personal einzustellen, das wegen den amerikanischen Einwanderungsbestimmungen nicht in den USA arbeiten dürfte", erklärt Microsoft.

Ein Gesetzentwurf zur Überarbeitung der Einwanderungs-Bestimmungen in den USA war erfolglos. Nach wie vor erhält nur eine sehr begrenzte Anzahl an qualifizierten ausländischen Hightech-Fachkräften das begehrte H1-B-Visum. Diese Einwanderungsprobleme der Fachkräfte sind laut Microsoft Sprecher Lou Gellos ein Grund, warum das Zentrum in Vancouver eröffnet wird. "Es hilft uns dabei ausländische Absolventen zu rekrutieren, die zwar in den USA studiert haben, aber trotzdem nicht die nötigen Papiere für ein Arbeitsvisum bekommen", bestätigt Gellos. Aber man hätte das Zentrum besonders wegen der räumlichen Nähe zu Microsofts Hauptsitz in Redmond wahrscheinlich sowieso geplant.

Microsoft hat vor, am Anfang die Einrichtung mit einigen Hundert Angestellten zu betreiben, räumt sich aber Wachstumsmöglichkeiten darüber hinaus ein. "Derzeit stehen weder der genaue Ort noch Details der Anlage fest", gibt Gellos zu.

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