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B2B

Nortel: Chronik einer angekündigten Selbstsfiletierung

Martin Schindler
|
Montag, 22. Juni 2009, 12:19 Uhr

Der einstige Börsenliebling des Dotcom-Marktes will sich jetzt scheibchenweise verkaufen. Damit steht das Unternehmen wohl unmittelbar vor der Zerschlagung. Die Option, als restrukturiertes Unternehmen aus der Insolvenz hervorzugehen, scheint vom Tisch zu sein.

Nokia Siemens Networks wird jetzt die Unternehmensgruppe für kabellose Technologien für rund 650 Millionen Dollar übernehmen. Zudem ist Nortel jetzt auf der Suche nach Käufern für weitere Unternehmensgruppen.

Damit bekommt das Deutsch-Finnische Joint Venture die Bereiche für CDMA und LTE des seit Januar insolventen Netzwerkausrüsters. Im Rahmen des Chapter-11-Gläubigerschutzes muss jedoch zunächst noch das Verwaltungsgericht dem Verkauf zustimmen.

Mit dem Zukauf stärkt Nokia Siemens die eigene Position auf dem nordamerikanischen Markt. Für den CEO Mike Zafirovski bedeutet die Entscheidung, das 127 Jahre alte Unternehmen zu zerschlagen, eine Niederlage wie er gegenüber AP erklärte: "Dies ist nicht der Weg, für den wir so hart gearbeitet haben." Zudem werde Nortels Notierung an der kanadischen Börse gestrichen.

Derzeit sei man mit drei bis sieben Unternehmen in Gesprächen über weitere Teilkäufe des rund 25.000 Mitarbeiter starken Unternehmens. Sei man hier erfolgreich, werde "Nortel als Einheit, wie man sie gekannt hat in Zukunft nicht mehr existieren".

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