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B2B

Alibaba will Deutschland erobern

Sibylle Gassner
|
Donnerstag, 3. Dezember 2009, 08:00 Uhr

Die chinesische Handelsplattform Alibaba.com will verstärkt Kunden auf dem deutschen Markt gewinnen. Deutschland gehöre – neben Großbritannien und der Türkei – zu den drei wichtigsten Standorten der Region, sagte Europa-Chefin Maggie Choo im Gespräch mit silicon.de.

Weltweit hat Alibaba.com 42 Millionen registrierte Nutzer, die meisten davon in China, Japan und den USA. In Deutschland zählen die Chinesen derzeit rund 126.000 registrierte Unternehmen – Tendenz steigend. "Die Wirtschaftskrise hat sich positiv auf unser Geschäft ausgewirkt", so Choo.

"Traditionell gehören vor allem mittelständische Unternehmen zu unseren Kunden. Doch bedingt durch den wirtschaftlichen Abschwung, bauen auch immer mehr Unternehmensgründer ihr Start-up mit Hilfe der Handelsplattform auf." Dabei funktioniert Alibaba.com als eine Art virtuelle Messe, in erster Linie geht es darum Handelspartner zusammenzubringen. Die Basis-Variante der Mitgliedschaft ist kostenlos, die Premium-Version schlägt für Verkäufer mit 3000 Dollar pro Jahr zu Buche.

Derzeit wird die Plattform Alibaba.com über Rechenzentren in den USA und China betrieben. Das internationale Geschäft läuft über die USA und Hongkong, so Choo. Möglicherweise will man hier auch Sicherheitsbedenken entgegenwirken, beispielsweise, dass chinesische Behörden auf Daten zugreifen könnten.

Daneben sucht die Alibaba Group bereits seit einiger Zeit intensiv nach Möglichkeiten, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Für 79 Millionen Dollar sicherte sich das Unternehmen kürzlich einen Mehrheitsanteil an HiChina, einem Anbieter von Internet Infrastructure Services. Zudem sondiert Alibaba seit kurzem über Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen das Potential von Cloud Computing für die eigenen Geschäftsbereiche.

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