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Das "Grüne Gewissen" der CES

Sibylle Gassner
|
Freitag, 8. Januar 2010, 10:11 Uhr

Im Rahmen der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace die 14. Auflage ihres "Guides to Greener Electronics" veröffentlicht. Angeführt wird das Ranking von Nokia und Sony Ericsson – ein besonderes Lob gab es auch für Apple und HP. Besonders schlecht schnitten unter anderem Dell und Lenovo ab.

Nokia führt das Ranking mit 7,3 von zehn Punkten an. Sony Ericsson folgt knapp danach und ist die einzige Firma, die bei den Kriterien zu gefährlichen Chemikalien die volle Punktezahl erhielt. Auf dem dritten Platz findet sich Toshiba wieder. Das Unternehmen habe versprochen, bis April neue Modelle auf den Markt zu bringen, die frei von PVC (Polyvinylchlorid) und bromierten Flammschutzmitteln (BFR) seien. Gelingt das Toshiba nicht, werde das Unternehmen Punkte verlieren, so Greenpeace.

Lob gab es auch für Apple. Der viele Jahre lang von Greenpeace scharf kritisierte Computerkonzern Apple hat sich nach einer aktuellen Studie der Umweltschutzorganisation zu einem der Vorreiter in Sachen Umweltschutz entwickelt.

"Es wird Zeit, weniger zu reden und mehr zu unternehmen, um giftige Chemikalien zu verbannen", sagte Casey Harrel, der bei Greenpeace für die Kampagne zuständig ist. "Apple führt und Hewlett-Packard holt auf. Aber die Tatenlosigkeit der anderen Unternehmen sorgt dafür, dass Verbraucher und die Umwelt weiter auf der Verliererseite stehen."

Negative Noten gab es vor allem für Dell, Lenovo, LG Electronics und Samsung. Den Unternehmen seien Punkte abgezogen worden, da diese den Verzicht auf besonders gefährliche Chemikalien in ihren Produkten auf 2011 oder noch später verschoben hätten. Weiterhin Schlusslicht im Ranking ist Nintendo.

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