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Windows Phone 7: Handwerkszeug für Apps ist da

Sibylle Gassner
|
Dienstag, 16. März 2010, 11:21 Uhr

Microsoft hat auf seiner Entwicklerkonferenz MIX 2010 neue Details zur Plattform Windows Phone 7 vorgestellt. Im Mittelpunkt stand dabei die Kombination aus der Anwendungsplattform Silverlight und Windows Phone. Silverlight-Applikationen werden direkt auf den Mobiltelefonen laufen – eine Anpassung von Seiten der Entwickler soll nicht erforderlich sein.

Ab sofort können Expression Blend for Windows Phone, ein Windows-Phone-7-Add-in für Visual Studio 2010, eine Standalone-Version von Visual Studio 2010 Express for Windows Phone und ein Windows-Phone-7-Emulator heruntergeladen werden. Die Tools liegen alle als Testversionen vor. Für 3-D-Spiele stellt Redmond das XNA-Framework zur Verfügung. Laut Microsoft werden die Entwicklungstools auch nach der Einführungsphase kostenlos zur Verfügung stehen.

Fotogalerie: Erste Anwendungen für das Windows Phone 7

Am ersten Tag seiner "Mix 10"-Konferenz hat Microsoft Testversionen von Entwicklungswerkzeugen für Windows-Phone-7-Anwendungen zum Download bereitgestellt.  Im Bild eine bereits fertige Applikation der Nachrichtenagentur AP, mit der Anwender Nachrichten, soziale Netzwerke und Bilderdienste aufrufen und abonnieren können.
Im Folgenden gibt es weitere Beispiele für bereits fertige Applikationen für das Windows Phone: Der Windows Phone 7 Series 'Colorizer' etwa ist ein Bildbearbeitungsprogramm, mit dem – wie im Bild zu sehen – beispielsweise rosa Schuhe gezaubert werden können. Nun ja.
'Silverlight Deep Zoom' ermöglicht es Graphic.ly Comics auf dem Windows Phone zu lesen. Zusätzlich kann der Nutzer sich über den Inhalt der Comics mit Gleichgesinnten austauschen.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Darüber hinaus hat der Softwareanbieter einen Release Candidate von Silverlight 4 veröffentlicht. Die finale Version werde vor Ende April ausgeliefert, so das Unternehmen. Allerdings seien die ersten Handys mit Windows Phone 7 nicht kompatibel zu Silverlight 4. Microsoft unterstütze anfänglich eine Weiterentwicklung von Silverlight 3, die einige spezifische Funktionen wie Support für Beschleunigungssensoren enthalte.

Die Mobilgeräte selbst sollen standardmäßig mit einem Beschleunigungssensor ausgerüstet sein und Multitouch-Eingabe erlauben. Zudem sollen sie über eine Hardware-Beschleunigung für Videos verfügen, die auch eine DRM-Option bietet. Auch der Push-Dienst Microsoft Notification Service ist ins System integriert, er soll beispielsweise Mails entgegennehmen, auch wenn die Mail-Anwendung gerade nicht läuft. Damit setzt Microsoft auf eine ähnliche Benachrichtigungsfunktion, wie sie auch bei Apples iPhone OS zu finden ist. Zu Multitasking-Fähigkeiten des Systems machte Microsoft keine Angaben.

Der Konzern plant zudem für seine Smartphone-Plattform einen neuen Softwareshop namens Marketplace for Windows Phone 7. Der Softwarekauf kann per Kreditkarte durchgeführt oder über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden. Außerdem können Entwickler Werbung in Applikationen einbinden und ihre Produkte über entsprechende Links auf den Marketplace for Windows Phone 7 vermarkten. Nutzer werden in der Lage sein, Testversionen von Programmen herunterzuladen und auszuprobieren, bevor sie diese kaufen müssen.

Fotogalerie: Windows Phone 7 in Nahaufnahme

Vergangene Woche präsentierte Microsoft-CEO Steve Ballmer das neue Windows Phone 7, womit sich Microsoft vom altbackenen Desktop-Interface verabschiedet hat. Das Betriebssystem präsentiert sich nun mit einer fingerfreundlichen Oberfläche.
Allerdings handelt es sich keineswegs um eine vollständige Neuentwicklung - auf unterster Ebene findet sich nach wie vor ein altbekannter Windows-CE-Kernel. Oberflächlich jedoch erinnert Windows Phone 7 an Vodafone 360 auf dem Samsung H1. Dieses Foto zeigt den nackten Homescreen ohne Taskleiste, Start-Button, MSN-Messenger- oder Windows-Media-Player-Logos.
Die verschiedenen Kacheln weisen den Weg in unterschiedliche Menübereiche, sogenannte Hubs. Ein Beispiel dafür ist das People-Menü, quasi die Kommunikationszentrale zukünftiger Windows-Handys.

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