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B2B

ELENA bringt Softwareanbieter ins Schwitzen

Sibylle Gassner
|
Montag, 19. April 2010, 13:36 Uhr

Diskussionen rund um den elektronischen Entgeltnachweis ELENA werden derzeit vom Thema Datenschutz dominiert. Doch die elektronische Meldepflicht zieht noch einige andere Probleme nach sich. Nicht nur viele Arbeitgeber kämpfen mit dem komplexen Regelwerk – auch Softwarehersteller haben Mühe, die Vorgaben umzusetzen. Für manche war ELENA der Todesstoß.

"ELENA hat eine Konsolidierung im Markt ausgelöst. Im vergangenen Jahr sind 25 bis 30 Softwarehäuser vom Markt verschwunden – entweder weil sie übernommen wurden oder sie mussten schließen", sagt Daniel Csillag, General Manager von Exact Software Deutschland im Gespräch mit silicon.de. Das Unternehmen ist auf Lohn- und Gehaltssoftware spezialisiert und gehört mit über 2000 Mitarbeitern weltweit zu den größten Anbietern am Markt.

Die Softwareentwickler von Exact haben sich bemüht, ELENA "so schmerzfrei wie möglich für den Anwender" in das bestehende Angebot zu integrieren. "Gemessen am Aufwand, wäre eine Zusatzgebühr eine Überlegung wert gewesen", räumt Csillag ein und ist gleichzeitig offensichtlich stolz darauf, es nicht getan zu haben. "Das halten wir durch." Für einige kleinere Softwarehäuser aber, die geschwächt aus der Wirtschaftskrise kamen, war ELENA der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.


Daniel Csillag
"Lückenloser können Informationen über einen Menschen nicht sein", sagt Daniel Csillag über ELENA.
Foto: Exact Software

Doch auch wer ELENA erfolgreich in sein Softwareportfolio integriert und beim Unternehmenskunden implementiert hat, ist die Sorgen noch nicht los. Denn wenn es Probleme gibt, wenden sich ratlose Anwender oft reflexartig an ihren Softwarehersteller.

Die Informationen vom Wirtschaftsministerium seien aktuell unübersichtlich, zu allgemein gehalten und insgesamt zu dürftig, sagt Csillag. "Der Arbeitgeber sucht sich kaputt, spätestens dann ruft er die Hotline von uns an."

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