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Management
B2B

CIO: Hüter der Marke

Lutz Poessneck
|
Dienstag, 20. Juli 2010, 15:06 Uhr

CIOs sollten nicht nur IT-Prozesse optimieren und die Kosten der IT-Abteilung senken, sondern sich auch um den Schutz der Unternehmensmarke kümmern. Denn sickern Interna ins Internet, kann das die Marke dauerhaft beschädigen. Im Kampf um eine gute Online-Reputation werden soziale Netzwerke für Unternehmen immer wichtiger.

CIOs sollten die Unternehmensmarke vor "Vandalismus aus dem Internet" schützen, schreiben Rick Hutley und Joanne Bethlahmy von der Cisco Internet Business Solutions Group (IBSG) im Positionspapier CIO as Brand Master. Internet-Vandalen könnten sowohl eigene Mitarbeiter als auch Externe sein.

Als Beispiel führen Hutley und Bethlahmy den Fall der US-Kette Domino's Pizza an. Im April 2009 zeigten zwei Mitarbeiter in einem YouTube-Video, wie sie Sandwiches "aus Spaß" verunreinigen. Das Video verbreitete sich wie ein Lauffeuer – das Unternehmen sah sich mit einem riesigen Image-Schaden konfrontiert. Der lokale TV-Sender WCNC meldete:

Mit einem eigenen YouTube-Video ging Domino's Pizza im Dezember 2009 auf die Kritik der Verbraucher ein und gelobte, die Wende zu mehr Qualität zu schaffen. "Es wird dauern, bis sich die Marke erholt hat", so Hutley und Bethlahmy.

Die beiden Autoren weisen darauf hin, dass im Zeitalter von YouTube, Twitter und Facebook alle Abteilungen in Gefahr stehen, von Internet-Vandalen heimgesucht zu werden. Sickern Informationen über Einbrüche in Netzwerke, Produktfälschungen oder rüde Arbeitspraktiken in Netz, könne das die Unternehmensmarke dauerhaft beschädigen.

CIOs können die Marke laut Hutley und Bethlahmy jedoch schützen. Zunächst sollte der CIO genau verstehen, was die Unternehmensmarke ausmacht. "Die Mitarbeit im Vorstand oder eine aktivere Rolle in der Umsetzung der Geschäftsstrategie kann dem CIO die Marke näherbringen." Je mehr der CIO mit der Marke vertraut sei, desto mehr könne er die IT-Ressourcen so einsetzen, dass die Marke positiv beeinflusst wird.

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